Großer Bestand im Naturpark Habichtswald

Wilde Wochen: 22 Betriebe bieten Wildschweinspezialitäten an

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Ein Wildschwein aus Holz als Erkennungszeichen überreichte Jakob Gruber vom Zweckverband Naturpark Habichtswald jedem der teilnehmenden Betriebe. Rudolf Zaun vom Kasseler Hof in Zierenberg macht zum zweiten Mal bei den „Wilden Wochen“ mit.

Kreis Kassel. Drei Wochen lang mal so richtig Schwein haben. Das erhoffen sich 19 Restaurants im Stadt- und Altkreis Kassel sowie im Schwalm-Eder-Kreis von den „Wilden Wochen“.

Noch bis Sonntag, 28. Oktober, haben sich die Gastronomen verpflichtet, auf ihren Speisekarten mindestens drei Wildschwein-Spezialitäten anzubieten.

Regionale Produkte in der Region etablieren. Das ist die Idee hinter der Aktion. Auf den Teller kommt dabei ausschließlich das Fleisch des heimischen Habichtswaldschweins. Für die Jäger ist momentan Hauptsaison. „Der Bestand im Naturpark ist groß“, sagt Jakob Gruber, stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbandes Naturpark Habichtswald. Eine genaue Zahl kann er nicht nennen, dafür seien die Tiere einfach zu viel unterwegs. „Da weiß man gar nicht, welches Schwein man schon gezählt hat und welches nicht.“

Nach dem Erfolg der „Wilden Wochen“ im letzten Jahr stand einer Wiederholung nichts im Wege. „Es ist uns gelungen, das Habichtswaldschwein als Produkt bekannt zu machen“, sagt Stefan Frankfurth vom Parkhotel Emstaler Höhe.

Sein Kollege Rudolf Zaun, Koch im Kasseler Hof in Zierenberg, wird das Fleisch der Schweine zu Gulasch, Steaks, Medaillons und Sülze verarbeiten. Rund 30 Kilo Fleisch, das entspricht der Hälfte des Gesamtgewichtes eines Habichtswaldschweines, kann er verarbeiten. Im vergangenen Jahr wurden bei ihm zwei Schweine verspeist, bei Stefan Frankfurth waren es sogar acht. Für eine Portion benötigen die Köche maximal 300 Gramm Wildschweinfleisch.

Eine Neuerung gegenüber dem letzten Jahr ist, dass auch drei Metzger an den Wilden Wochen teilnehmen. Sie nehmen das Fleisch des Habichtswaldschweins in ihr Sortiment auf, um Hobbyköchen die Möglichkeit zu geben, daheim ihre eigenen Wildschweinrezepte auszuprobieren.

Bei der Vorstellung der „Wilden Wochen“ überreichte Jakob Gruber jedem der Gastwirte ein Holzwildschwein, an dem Restaurantbesucher die teilnehmenden Betriebe erkennen können. Doch nicht nur Freunde kulinarischer Spezialitäten können sich über die Aktion freuen. „Die Bauern in der Umgebung freuen sich über jedes geschossene Wildschwein“, sagt Gruber. Bei manchem Landwirt haben die Tiere schon immense Schäden auf den Feldern angerichtet. Organisiert werden die „Wilden Wochen“ als Gemeinschaftsprojekt des Zweckverbandes Naturpark Habichtswald, der Touristischen Arbeitsgemeinschaft, der Grimm-Heimat Nordhessen, des Kreisverbandes des deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, der Landesbetriebe Hessen-Forst und der Kreisjagdvereine.

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