Zweckverband Naturpark Habichtswald stellte gastronomisches Angebot vor

Wilde Wochen mit Wutz

Auftakt am Fuß der Helfensteine: Beim Start der Wilden Wochen im Naturparkzentrum auf dem Dörnberg gab es für jedes teilnehmende Gasthaus ein kleines Wildschwein aus Holz. Foto:  Norbert Müller

Schauenburg / Kassel. Das Wildschwein allein als rüpelhafte Wutz in Maisschlägen und Getreidefeldern zu verdammen, wäre alles andere als gerecht. Neben seiner durchaus wichtigen Funktion im biologischen Gefüge des Waldes ist es in der Region vor allem auch eins: Lieferant schmackhaften, gesunden Fleisches. Und genau das steht im Mittelpunkt eines Projektes, das noch bis zum 23. Oktober läuft – auch in Schauenburg. Es geht dabei um die kulinarische Entdeckung des Habichtswaldschweins.

Die Aktion wurde kürzlich im Naturparkzentrum Habichtswald auf dem Hohen Dörnberg vorgestellt. Jürgen Depenbrock, Geschäftsführer des Zweckverbandes, erklärte, worum es den Beteiligten der Aktion bei den Wilden Wochen geht. Neben dem Zweckverband sind die Grimm-Heimat Nordhessen, der Kreisverband des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), die Touristische Arbeitsgemeinschaft Habichtswald, der Landesbetrieb Hessen-Forst, die beiden Kasseler Jagdvereine, der Kreisjagdverein Wolfhagen und 17 gastronomische Betriebe der Region im Boot.

Üppiges Angebot

Wild aus dem Habichtswald sei ein „einzigartiges, hochwertiges und unbelastetes“ Bioprodukt, erklärte Depenbrock. Und davon werde es in den 17 teilnehmenden gastronomischen Betrieben ein üppiges Angebot geben. Depenbrock weiter: „Mit den Wilden Wochen im Habichtswald und dem Habichtswaldschwein wollen wir eine Marke ähnlich wie das Rhönschaf oder auch den Parmaschinken schaffen.“

Es soll eine genussvolle Werbung für die Region sein, die einen Beitrag zur Vernetzung Nordhessens leisten solle und damit dann auch Bestandteil der regionalen Entwicklung sei. Der Naturpark Habichtswald versuche mit solchen Gemeinschaftsprojekten auch, die Menschen in der Region auf die faszinierende Landschaft des Habichtswaldes, seine Kultur und Geschichte aufmerksam zu machen.

Gemeinsam mit Dehoga-Vorstandsmitglied Stefan Frankfurth habe er das Projekt angeschoben. Frankfurth, Gastronom aus Bad Emstal, ging auf die Bedeutung der Aktion und den Tourismus ein: „Der Tourismus ist nicht nur Wirtschaftsfaktor, sondern auch Bindeglied der Region.“

Die Wilden Wochen laufen bis zum Sonntag, 23. Oktober. Jedes der 17 Restaurants biete bis dahin mindestens drei Wildschweingerichte an.

HINTERGRUND

Von Norbert Müller

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