Stadt rodet Grün entlang des Leiselpark

Aus Wildnis wird ein lichter Park

Mit der Motorsäge am Werk: In diesem Abschnitt des Leiselparks fallen derzeit etwa 40 Bäume. Viele Anwohner begrüßen es, dass das Gelände nun lichter wird. Fotos: Dilling

Baunatal. Der Leiselpark ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Baunataler. Doch mit den Jahren waren die Wege immer enger und das Sonnenlicht rarer geworden. Denn Büsche und Bäume wucherten ungebremst in die Höhe und in die Breite.

Dieses Jahr werden Jogger und Spaziergänger die Frühlingssonne dort besser genießen können: Die Stadt rodet das Grün entlang der Wege und lichtet die Baumreihen aus. Die gesamte Aktion kostet 210 000 Euro. Seit Dezember sind Arbeiter der Schauenburger Firma Freudenstein dabei, die Wildnis im Leiselpark entlang der Rembrandtstraße zurückzustutzen. Laut Erster Stadträtin Silke Engler sollen etwa 40 Bäume fallen. Das bedeute keinen Kahlschlag. „Wir haben einen Mittelweg gewählt“, sagte sie.

Die Auslichtungsaktion ist ganz im Sinne der Anlieger am Rand des Parks, die sich über eine zunehmende Verschattung ihrer Grundstücke durch städtische Bäume beklagten. Ihre Grundstücke sind im Lauf der Jahre eingewachsen und benötigen keinen zusätzlichen Sichtschutz mehr. Im Sommer hat die Stadt laut Engler mit den Grundstücksbesitzern abgestimmt, welche Bäume fallen sollen und welche stehen bleiben können.

Der Erfolg der Rodungsarbeiten ist bereits sichtbar: Der Park wirkt sogar an den trüben Wintertragen heller und größer. Viele der gefällten Bäume hätten gar keine richtige Krone entwickelt und zu wenige Äste gebildet, weil die Stämme viel zu dicht zusammenstanden, sagte ein Mitarbeiter der Firma Freudenstein. Bei einigen Bäumen habe sich herausgestellt, dass sie auseinanderbrechen können, berichtete Uwe Schenk, Fachbereichsleiter Bau und Umwelt der Stadt Baunatal. Die Garten- und Landschaftsbauer werden im Frühjahr die bisher zugewachsenen Randbereiche der Wege mit Rasen einsähen und einige neue Bäume anpflanzen. Nahe des Spielplatzes soll ein Rosenbeet angelegt werden.

Die Rodungsaktion soll im Laufe dieses Jahres jenseits der Leisel bis zum Rand der Feldmark Richtung Kirchbauna fortgesetzt werden. Dort befinde ich ein bei Joggern beliebter Weg, sagte Schenk. Auch dort hat die Wildnis überhand genommen.

Von Peter Dilling

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