Solartechnik-Hersteller strebt Gewinn vor Steuern und Sondereffekten an

Solar-Konzern SMA will 2014 ins Plus

Pierre-Pascal Urbon

Niestetal/Kassel. Der Niestetaler Solartechnik-Hersteller SMA strebt in diesem Jahr ein operatives Ergebnis – also ein Vorsteuergewinn aus dem Kerngeschäft – von bis zu 20 Millionen Euro an.

Das sagte der Vorstandssprecher des Unternehmens, Pierre-Pascal Urbon, in einem Interview. SMA-Sprecherin Susanne Henkel bestätigte diese Zahlen auf Anfrage unserer Zeitung.

Unterm Strich peilt der Produzent von Wechselrichtern aber lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis an und kann einen Verlust nicht ausschließen. Hintergrund sind hohe Restrukturierungskosten im Zuge der anhaltenden Branchenkrise. Wie berichtet, leidet SMA unter Umsatzeinbrüchen und tiefroten Zahlen. Im vergangenen Jahr ist ein Verlust von 80 bis 90 Mio. Euro aufgelaufen. Die Folge: ein massiver Personalabbau. 800 Mitarbeiter mussten oder müssen gehen.

Jahrelang kannte SMA dank der staatlich verordneten Solar-Förderung nur eine Richtung: nach oben. Aber die lange überfällige Reduzierung der Einspeisevergütung machte den Niestetalern einen Strich durch die Rechnung. Auch im neuen Jahr sind von SMA kaum gute Nachrichten zu erwarten. Der Umsatz soll sich bei ein bis 1,3 Milliarden Euro einpendeln.

Zur Erinnerung: Im Super-Boom-Jahr 2010 hatte SMA auf dem Höhepunkt des Solar-Hypes 1,92 Mrd. Euro umgesetzt und 365 Mio. Euro Reingewinn gemacht

Schon 2011 zeichnete sich ein Ende dieser Entwicklung ab. Der Umsatz sank um 12,5 Prozent auf 1,68 Mrd. und 2012 auf 1,46 Mrd. Euro.

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