Neujahrsbegrüßung: Union bemüht sich um Zulauf jüngerer Mitglieder

CDU will die Basis stärken

Ehrung: Waltraud Erben, Gerda Erben und Hans Wollner (vorn, von links) wurden für 40 Jahre Treue ausgezeichnet, Helmut Engemann und Dietmar Speckmann für besondere Verdienste. Vize-Kreisverbandschef Andreas Mock (hinten, von links), Gemeindeverbandschef Harald Starke, Minister Michael Boddenberg (Zweiter von rechts ) und Bürgermeisterin Ursula Gimmler gratulierten. Foto: Dilling

Schauenburg. Ein appetitliches warmes Buffet, leckerer Nachtisch: Die 89 Mitglieder zählende Schauenburger CDU setzt bei ihrer Neujahrsbegrüßung traditionell darauf, dass die Liebe zur Partei auch durch den Magen geht. So war es wieder am Wochenende im Bürgersaal der Schauenburghalle von Hoof, wo rund 80 Gäste Bilanz zogen und auf das neue Jahr blickten.

Lob gab es dabei vom CDU- Kreisvorsitzenden Frank Williges. „Ich bin glücklich, dass Ursula Gimmler wieder Bürgermeisterin geworden ist“, sagte Williges. Die SPD habe in Schauenburg lernen müssen, dass in ihrer „Hochburg“ eine erfolgreiche CDU-Verwaltungschefin tätig sei.

So ganz uneingeschränkt wollte der CDU-Gemeindeverbandschef Harald Starke diese glänzende Bilanz nicht stehen lassen. Es sei schade, dass die Union bei der Kommunalwahl zwei Gemeindevertretersitze verloren habe. Und für die älteren Mitglieder rückten zu wenige junge nach. Das wolle der Gemeindeverband mit verstärkter Basisarbeit ändern, kündigte Starke an.

Man werde versuchen, junge Leute in die kommunalpolitische Arbeit einzubinden. Die CDU plane dabei, „die Generationen zusammenzubringen“ und mit aktuellen Themen direkt zu den Bürgern zu gehen, sagte Starke gegenüber unserer Zeitung. Er könne sich auch vorstellen, dass politisch Interessierte ohne Parteibuch auf der Liste der Schauenburger Union kandidieren.

Der Ehrengast des Abends, CDU-Staatsminister Michael Boddenberg, brachte ein bisschen Wahlkampfstimmung mit. Die Landes-CDU habe in zwei Jahren viel erreicht, man müsse das den Bürgern nur deutlicher machen. Bei der Wende hin zu erneuerbaren Energien sei Eigeninitiative der Kommunen gefragt. Bei den Stromnetzen ist die Schauenburger CDU schon auf diesem Weg. Die Eigenständigkeit von Gemeinden und Ländern sei Deutschlands Erfolgsrezept, sagte Boddenberg.

Starke zeichnete seine beiden Vorgänger und langjährigen Gemeindevertreter Helmut Engemann (74) sowie Dietmar Speckmann (69) für besondere Verdienste um die Partei, Speckmann auch für 50-Jährige Mitgliedschaft in der Union aus. Engemann, inzwischen Kreischef der Senioren-Union, hatte Mitte der 60er-Jahre den Gemeindeverband mitgegründet. Speckmann, der heute im Gemeindevorstand sitzt, setzte die Arbeit fort. Engemann gehörte früher auch dem Kreistag an.

Von Peter Dilling

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