Mehr Lobbyarbeit zugunsten Behinderter

BDK will sich stärker einmischen

Wolfgang Gutberlet

Baunatal. Als größte nordhessische Einrichtung für Menschen mit Behinderungen, die 1400 Personen betreut und 750 Wohnplätze unterhält, will sich die Baunataler Diakonie Kassel (BDK) stärker ins regionale Geschehen einmischen. Man wolle verhindern, dass die Wohlfahrtspflege auf der Strecke bleibe, sagte Vorstandsvorsitzender Joachim Bertelmann beim ersten Jahresforum der BDK.

Ziel sei die Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Alltag, Stichwort: Inklusion, so Bertelmann laut Pressemitteilung. Doch dürfe dieses Bemühen nicht zu einem gigantischen Kostensenkungsprogramm verkommen.

Die BDK, bei der insgesamt 2800 Menschen tätig sind, hatte gut 90 Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunalpolitik und Sozialbereich eingeladen. Nach Baunatal gekommen waren unter anderem der Kasseler Uni-Präsident Professor Rolf-Dieter Postlep und Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke.

Bertelmann kündigte an, dass die BDK ihr Angebot weiter differenzieren wolle – man strebe Qualität statt Quantität an. Qualität war auch das Stichwort für Wolfgang Gutberlet, Seniorchef der Handelskette tegut, mit der die BDK zusammenarbeitet. Gemeinsame Unternehmen sind das Hofgut Hofgeismar mit artgerechter Tierhaltung und ein Dorflädchen in Gieselwerder an der Nordspitze des Landkreises Kassel.

Gutberlet sagte, Erzeugung von Bio-Lebensmitteln und enge Kooperation mit heimischen Erzeugern, wie sie tegut pflege, könnten ein Weg zur Stärkung der gesamten Region sein. (ing) Foto: nh

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