Antrag fand im Kreistag eine Mehrheit – Gespräche mit Land sollen geführt werden

SPD will Stiftung Reinhardswald

Mit den Stimmen der SPD wurde gestern im Kreistag ein Antrag der Genossen angenommen, in Gesprächen mit dem Land Hessen die Bildung einer Stiftung Reinhardswald voranzutreiben, um den Tourismus an Weser und Diemel zu fördern. Abgelehnt wurde ein Änderungsantrag der Linken, in dem die Stadt Hofgeismar aufgefordert wurde, jede weitere Suche nach Investoren für ein Ferienresort Beberbeck einzustellen und für das Stiftungsmodell einen Ideenwettbewerb auszuschreiben.

Als Träger der gemeinnützigen Stiftung sollen nach Meinung der SPD das Land und der Landkreis fungieren. Geprüft werden soll, inwieweit die angrenzenden Kommunen in das Projekt eingebunden werden können. Nach den Vorstellungen der Sozialdemokraten soll das Land die Domäne Beberbeck, die Saba-burg und den Friedwald als Stiftungsvermögen einbringen.

Die Domäne soll mit mindestens 600 Hektar Fläche als landwirtschaftlicher Musterbetrieb erhalten bleiben. Die Stiftung soll schließlich auch Träger des Naturparks Reinhardswald werden.

Nach den Vorstellungen der SPD-Fraktionsvorsitzenden Ulrike Gottschalck soll im Rahmen dieses Beschlusses durchaus noch Spielraum zur Ausgestaltung bleiben. In die Diskussion sollen auch die Bürger miteingebunden werden.

Die FDP warf den Genossen „einen Sprung in den luftleeren Raum vor“ und brachte auch die von der CDU geforderte privatwirtschaftliche Initiative ins Spiel. Die Grünen fanden die Idee grundsätzlich gut, wollten aber noch keine Details bewerten. Wichtig sei es, eine Perspektive für die Einbindung der Region zu entwickeln. (swe)

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