Auto-Konzern sieht Stadt als strategischen Standort – Erste Halle fast fertig, zweite in Planung

VW will in Volkmarsen weiter wachsen

Rudi Stassek

Baunatal / Volkmarsen. Die Logistikhalle in Volkmarsen ist so gut wie fertig, in Betrieb genommen werden soll sie am 16. Mai. Und es soll nicht bei der einen Halle bleiben. Wie der Volkswagenkonzern nun bestätigte, soll der Standort noch erweitert werden. Volkmarsen sei strategisch günstig, sagte der Baunataler VW-Sprecher Rudi Stassek.

„Wir haben uns ja auch deshalb für Volkmarsen entschieden, weil dort Platz für eine zweite Halle wäre“, erklärte Stassek. Diese Voraussetzung sei zusammen mit dem vorhandenen Gleisanschluss für die Autobauer ausschlaggebend gewesen.

In einer zweiten Halle würden ebenso wie in der jetzt gebauten Halle sogenannte langsam drehende Teile gelagert und von dort versendet werden. Fahrzeugteile also, die nicht ständig gebraucht und länger zwischengelagert werden.

Wenig Platz in Kirchbauna

VW braucht eine Reserve an Flächen. Vor 20 Jahren habe man bei Kirchbauna mit dem Bau der OTC (Original Teile Center) angefangen, mittlerweile stünden dort fünf Hallen, so Rudi Stassek. Platz sei noch für zwei weitere Gebäude – dann sei in diesem Bereich Schluss.

Die Lagerfläche in Kirchbauna umfasse 500 000 Quadratmeter, noch mal so viel Fläche stehe mit Hallen im Umkreis zur Verfügung. Nämlich unter anderem in Kassel, Borken und nun auch Volkmarsen.

Dass für die Stadt im Waldeckischen eine Umgehungsstraße gebaut werden soll, wie am Dienstag erneut von Dr. Reinhard Kubat, Landrat des Kreises Waldeck-Frankenberg, und dem Volkmarser Bürgermeister Hartmut Linnekugel bestätigt wurde, begrüßt der Baunataler VW-Sprecher: „Wir wollen die Menschen dort ja nicht ärgern, sondern ihnen Arbeit bringen“, sagte Stassek.

„Wir haben uns ja auch deshalb für Volkmarsen entschieden, weil dort Platz für eine zweite Halle wäre.“

Rudi Stassek, VW-Sprecher

Wann eine zweite Halle gebaut werden soll, ist laut Stassek aber noch unklar. Um aber schon die Voraussetzungen dafür zu schaffen, wird die Erweiterung des Gewerbegebietes im Mai Thema der Stadtverordnetenversammlung sein, hatte Bürgermeister Linnekugel am Dienstag erklärt. Dann soll auch Baurecht für die Umgehungsstraße geschaffen werden. Archivfoto: Malmus / nh

Von Kathrin Lerner

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.