Figurentheater Laku Paka ließ 40 Kinderherzen höher schlagen

Ein Bär will’s wissen

Auf Tuchfühlung: Den beiden Protagonisten des Stückes kamen Felix Mark (links) und Miley Yasaroski ganz nah. Doch bevor sie am Ende der Vorstellung das Fell des abenteuerlustigen Eisbären streicheln konnten, trieb der im Stück von Günter Staniewski noch so manchen Schabernack. Foto: Brandau

Vellmar. Das Figurentheater Laku Paka ist in Vellmar gern gesehen. Schon oft begeisterte der Kaufunger Puppenspieler Günter Staniewski die Kinder im Piazza oder beim sommerlichen Parkfest mit seinen kleinen Begleitern, die er geschickt Geschichten erzählen lässt.

Diesmal hatte der 61-Jährige Schneeweißchen, einen Eisbären aus dem Zoo in Hannover, mitgebracht. Unter dem Titel „Ein Bär will’s wissen“ stellte er den kleinen Zoobewohner vor, der sich im Bärengehege langweilte und sich von den größeren Artgenossen erzählen ließ, wie es am Nordpol, der natürlichen Heimat der Eisbären, ist.

Eines Tages bot sich dem kleinen Eisbären die Gelegenheit, aus dem Zoo zu entkommen. Niemand bemerkte ihn und so kam er als blinder Passagier auf einen Bananendampfer, der Richtung Nordpol unterwegs war.

Dort befand sich die Forschungsstation von Peter Fröstel, einem Wissenschaftler in grüner Jacke und karierter Mütze. Ein Unwetter hatte sein Labor bis auf einige Mauern ins Meer gespült und so wartete er darauf, gerettet zu werden. Auf einer Eisscholle begegneten sich die beiden, lernten sich kennen und freundeten sich an. Und weil der Bär nicht einschlafen konnte, sang Fröstel ihm abends Lieder vor.

Gemeinsam stellten sie allerlei Dummheiten an, bis ein Hubschrauber den Polarforscher abholte. Der Eisbär, inzwischen an das Leben in der freien Natur gewöhnt, blieb zurück, gründete eine Familie und bekam ein Eisbär-Baby, das den Namen Nanuk bekam.

Weil alle Märchen am Ende gut ausgehen müssen, erfuhr Polarforscher Fröstel vom Bärennachwuchs, wurde Pate des kleinen Eisbärs und schenkte ihm einen Kühlschrank. Gemeinsam mit den 40 Kindern, die das 45-Minuten-Stück sahen, sang der Polarforscher noch das Lied „Mütze auf, Schal um, Handschuh an“, was die Märchenfans mit Applaus quittierten.

Am Ausgang durften die Besucher dann den Eisbären streicheln. Für die dreijährige Miley Yasaroski etwas ganz Besonderes. Auch für Felix Mark, der das Stück ehrfürchtig verfolgte, war die Geschichte beeindruckend und natürlich fand auch der Fünfjährige, dass der Eisbär aus dem Zoo ein Held sei. Ihm gefiel die Geschichte so gut, dass er sich schon jetzt auf den nächsten Besuch des Theaters Laku Paka freut.

Von Werner Brandau

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.