Die ersten Bagger rollen

Windpark Lindenberg: Vorbereitungen für den Aufbau haben begonnen

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Bagger im Einsatz: Auf dem Lindenberg werden derzeit die Wege und die Kran-Stellflächen für den Aufbau von fünf Windrädern vorbereitet. Im Anschluss daran werden die Fundamente erstellt. Foto: Kühling

Schauenburg. Auf dem Lindenberg rollen die ersten Bagger und Baufahrzeuge. Damit wird jetzt für jeden sichtbar: Die Vorbereitungen für den Aufbau von fünf 200 Meter hohen Windrädern auf der Höhe zwischen Breitenbach und Autobahn 44 haben begonnen.

Die Firma GP Joule will mit dem Windpark möglichst noch in diesem Jahr ans Netz. Das betont Projektleiter Andreas Fleischmann im Gespräch mit der HNA. Derzeit werden die Wege für die schweren Baufahrzeuge und die Stellflächen für den Kran zum Aufbau der Windräder eingerichtet, erläutert Fleischmann. „Mit den Fundamenten beginnen wir in etwa vier Wochen.“ Die gesamten Vorbereitungsarbeiten seien sehr umfangreich, sagt er.

Hersteller der Windräder ist die Firma Nordex. Montiert werde das Model N 117, erläutert Andreas Fleischmann, woran auch der Durchmesser der Rotoren von 117 Metern zu erkennen sei. Die Rotorspitzen sind genau 199 Meter hoch, die Nabenhöhe liegt bei 140 Metern.

Aufgrund der anstehenden Änderungen beim Errneuerbare Energien Gesetz (EEG) strebt GP Joule den Anschluss der Anlage noch in diesem Jahr an. Damit falle man mit dem Projekt noch unter die bisher geltenden Bedingungen, sagt Fleischmann. Noch nicht sicher sei, ob sich mit einem Anschluss der Anlage nach dem 31. Dezember, die Vergütung tatsächlich verschlechtere.

Derzeit geht GP Joule aber davon aus, dass alles klappt. „Wir sind gut im Zeitplan“, sagt der Projektleiter. Mit der Genehmigung des Windparks durch das Regierungspräsidium Kassel im Januar sei automatisch die Lieferfrist für die fünf Windräder ausgelöst worden. „Die Lieferzeit beträgt zehneinhalb Monate.“

„Ich bin froh, dass es voran geht“, sagt Schauenburgs Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU). Die Gemeinde wolle auf jeden Fall in einer weiteren öffentlichen Veranstaltung über das Projekt informieren. der Termin dafür stehe aber noch nicht fest.

Nach Angaben des Rathauses bekommt die Gemeinde pro Jahr eine Mindestpacht von 56.000 Euro in die Kasse. Die Gewerbesteuer wurde mit Einnahmen von 1,5 bis 1,7 Millionen Euro für die Laufzeit von 20 Jahren hochgerechnet.

Von Sven Kühling

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