Genossenschaften, Stadtwerke und Lohfelden beteiligen sich mit sieben Mio. Euro

Windpark mit neuen Teilhabern

Drehen ein großes Rad: (vorn von links) Helga Weber (Energiegenossenschaft Kassel / Söhre), Lohfeldens Kämmerer Jochem Wenigmann und Werke-Chef Andreas Helbig mit den übrigen neuen Teilhabern bei der Zeichnung der Windpark-Anteile. Foto: Dilling

Kreis Kassel. Die Städtischen Werke Kassel haben für ihren Windpark Söhrewald/Niestetal jetzt weitere kommunale Partner ins Boot geholt: Vertreter der Gemeinde Lohfelden, der Bürgerenergiegenossenschaften Kassel/Söhre, Niestetal und Kaufungen sowie der Stadtwerke Eschwege, Witzenhausen und Bad Sooden-Allendorf zeichneten in Kassel vor einem Notar Gesellschafteranteile im Wert von rund sieben Millionen Euro.

Für die Gemeinde Lohfelden zeichnete Kämmereileiter Jochen Wenigmann allein Anteile von 1,5 Millionen Euro. Die Gesamtinvestition der Partner von sieben Millionen Euro entspricht einer Beteiligung von etwa 58 Prozent an der Windparkgesellschaft.

Hürden überwunden

Kassels Werke-Vorstandschef Andreas Helbig erneuerte seine Bereitschaft, bis zu 74,9 Prozent der Anteile abzugeben. „Wir wollten die Bürger und möglichst viele Akteure aus ganz Nordhessen mit ins Boot holen“, sagte Helbig anlässlich der Anteilszeichnung. Das sei nun „eindrucksvoll gelungen“. Er sei froh, dass die Energiegenossenschaften auf der Zielgeraden noch die großen juristischen Hürden für eine Beteiligung überwunden hätten.

Prognose erfüllt

Der Stromertrag des Windparks liege trotz manchmal widriger Windverhältnisse und eines Blitzeinschlags in der Anlage in der Söhre im prognostizierten Rahmen, sagte Helbig. Die sieben Anlagen hätten von Dezember 2013 bis Ende November dieses Jahres knapp 40 Millionen Kilowattstunden Strom produziert. Das entspreche auf ein Jahr gerechnet dem Bedarf von etwa 17 000 Haushalten. Auch für die weiteren, beispielsweise im Kaufunger Wald geplanten Windparks wollten die Werke kommunale und bürgerschaftliche Partner ins Boot holen. „Jeder Windpark erhält seine eigene Gesellschaft“, sagte Helbig. (pdi)

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