Gemeinde Söhrewald will Städtischen Werken Exklusivrecht einräumen

Windpark am Warpel geplant

Söhrewald. Die Städtischen Werke erhalten das Vorrecht und die Unterstützung der Gemeinde Söhrewald bei der Planung und Errichtung eines Windparks auf einer höher gelegenen Waldfläche am Warpel entlang der A7.

Das sieht ein öffentlich-rechtlicher Vertrag vor, der am Mittwoch vom Gemeindeparlament einmütig zur weiteren Beratung an die Fachausschüsse verwiesen wurde. Die endgültige Entscheidung über den Rahmenvertrag für die neue Windenergieanlage, die schon 2014 in Betrieb gehen soll, wird das Kommunalparlament im August treffen.

In dem Kooperationsvertrag über die Errichtung der bis zu 200 Meter hohen Windräder auf dem Waldgelände des Landes Hessen am Warpel verpflichtet sich die Gemeinde Söhrewald, im Rahmen ihrer Befugnisse alles zu unternehmen, was den geplanten Windpark fördert. Dazu gehört auch die Beteiligung der Bürger, der Träger der öffentlichen Belange und der Nachbargemeinden.

Das Vorhaben bringe die Gemeinde in der Nutzung von erneuerbaren Energien einen Schritt voran, sagte Bürgermeister Michael Steisel (SPD), der sich für die exklusive Partnerschaft mit einem Träger aus der Region einsetzte. „Die Städtischen Werke waren die Ersten“, der Gemeinde sei zudem eine kommunalfreundliche Regelung der Gewerbesteuer angekündigt worden, sagte der Verwaltungschef.

Auch Bürger beteiligen

Der neue Windpark wird auf einer Waldfläche in der Söhre zwischen den Gemarkungen von Lohfelden-Crumbach und den Fuldabrücker Ortsteilen Bergshausen und Dörnhagen entstehen. Die Städtischen Werke wollen hier drei bis vier Windräder aufstellen. Bürger sollen sich an dem Windpark finanziell beteiligen können.

Michael Steisel will darüber hinaus nach weiteren Stellen in Söhrewald Ausschau halten, „wo etwas mit der Windkraft geht“. Immerhin deckten allein die fünf Windräder am Sendeturm in Wattenbach schon 30 Prozent des Stromverbrauchs in der Gemeinde, sagte der Bürgermeister.

Jürgen Langhuth machte Bedenken gegen Formulierungen im Vertragsentwurf mit den Städtischen Werken geltend. Der FDP-Sprecher kritisierte, dass man die hohen Windräder von Wellerode aus sehen werde. (ppw)

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