Baunataler Herbstpalast: Kindertheaterstück der Cocomico Theaterprojekte aus Köln

Winnetou wird erwachsen

Eine Indianerfamilie trifft auf einen Cowboy: Häuptling Intschu-Tschuna (Reinhard Schmidt, von links), seine Kinder Ntscho-Tschi (Andrea Esser, vorn) und Winnetou (Deniz Fingskes) sowie Fred Cutter (Stefan Stechmann) und die Kinderfrau (Ramona Kunze) in der Stadthalle in Baunatal. Fotos: Wienecke

Baunatal. Ihre Freundin Bianca hat ihr für den Besuch des Stücks „Kleiner Häuptling Winnetou“ extra einen Kopfschmuck mit Federn gebastelt, konnte aber nicht mitkommen. Nun ist Jessika ganz gespannt. Mit ihrer Mutter, ihrer Tante und ihrem Cousin Miguel (8) wartet die Dreijährige darauf, dass Winnetou auf der Bühne erscheint.

Gold der Apachen

Das Stück der Kölner Cocomico Theaterprojekte dreht sich um die Kindertage des Häuptlingssohnes, der von Deniz Fingskes dargestellt wird. Winnetou und Ntscho-Tschi (gespielt von Andrea Esser) haben ihre Mutter verloren. Häuptling Intschu-Tschuna (Reinhard Schmidt) bittet die Kinderfrau „Die mit dir Namen tanzt“ (Ramona Kunze), auf seine Kinder zu achten.

Diese hat sich jedoch in den Cowboy Fred Cutter (Stefan Stechmann) verliebt. Winnetou findet mithilfe der Abendsterngöttin Chuperekata (die ebenfalls von Ramona Kunze gespielt wird) heraus, dass er es nur auf das Gold der Apachen abgesehen hat.

Alle glauben, Winnetou sei noch zu jung, um ein Krieger zu sein. Es gelingt ihm jedoch, seine Familie und die Kinderfrau aus den Fängen des Schurken zu befreien. Als Lösegeld übergibt er ihm scheinbar das Gold, doch es handelt sich lediglich um Katzengold (Pyrit), ein schimmerndes Erz, das leicht mit Gold verwechselt werden kann.

An Karl May orientiert

Zum Konzept: Marcell Gödde und Karl-Heinz March, die die die Cocomico Theaterprojekte 1996 gegründet haben, wollen durch Kindertheater mit Musik verzaubern und setzen diese Spielform dem klassischen Familienmusical entgegen. Karl-Heinz March hat sich bei der Geschichte um den jungen Winnetou an den Romanfiguren von Karl May orientiert, die Musik stammt von Andy Muhlack.

Herzlichen Applaus gab von den 200 Besuchern, die im Rahmen des Baunataler Herbstpalastes in die Stadthalle gekommen waren. Auch Jessika und Miguel waren zufrieden, dass der Bösewicht entlarvt und überlistet wurde.

„Gut!“, sagte die strahlend lächelnde Dreijährige auf die Frage, wie es ihr denn gefallen habe.

Von Bettina Wienecke

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