Der Winter in Ahnatal kann kommen: Knapp doppelt so viel Streusalz wie im Vorjahr

Ahnatal. Der Winter kann kommen. Wie andere Kommunen auch  hat die Gemeinde Ahnatal vorgesorgt und sich mit Streusalz eingedeckt. Allerdings mit deutlich mehr als vor einem Jahr, sagen Bürgermeister Michael Aufenanger und Rainer Fischer, Vorarbeiter des Bauhofs.

Neben den beiden Silos auf dem Gelände des Bauhofes mit einem Fassungsvermögen von 30 und 50 Tonnen Salz, wurde ein zusätzliches Lager angelegt. In einer Halle stehen Paletten mit Salz übereinander, das in Säcken verpackt ist. Insgesamt noch einmal 75 Tonnen, also fasst eine Verdoppelung des bisherigen Vorrates.

Dies sei den schlechten Erfahrungen des vergangenen Winters geschuldet, sagt Fischer. Der fing im November an mit Eis und Schnee. Früh war der Salzvorrat von 80 Tonnen nahezu aufgebraucht. Nachschub war aber nicht zu bekommen. Acht Wochen habe die Gemeinde auf eine Lieferung gewartet.

„Das war schon bedenklich“, betont Fischer. Die Restmenge Salz habe man mit Granulat gestreckt, zum Teil ganz auf Splitt zurückgegriffen. „Und wir haben uns auf die Steilstrecken mit Busverkehr konzentriert.“ Von denen gebe es allerdings einige. „Wir haben mit das anspruchsvollste Streckenprofil mit den Steigungen am Kammerberg, am Bühl in Weimar und am Stahlberg in Heckershausen“, sagt der Bürgermeister.

Probleme gab es, obwohl der Produzent K + S im Herbst 2010 noch betont habe, Engpässe würden beim Streusalz nicht mehr auftreten, sagt Fischer. Denn schon der Winter 2009/2010 war streng gewesen. Auch damals stockte der Nachschub.

Vor diesen beiden harten Wintern sei es Standard gewesen, binnen drei bis sieben Tagen neu geordertes Salz zu bekommen, sagt Aufenanger.

Jetzt also die zusätzliche Reserve. Fischer hofft allerdings, „dass wir die gar nicht brauchen“. Denn das Salz aus den 25-Kilo-Säcken müsse von Hand über eine für 3100 Euro extra angeschaffte Förderschnecke auf die Räumfahrzeuge geladen werden.

Daher werde die Gemeinde Salz nachordern, sobald das größere Silo leer ist. Vielleicht gebe es in diesem Winter problemlos Nachschub, „weil alle mehr lagern. Dann bleiben die Säcke liegen, darin wird das Salz ja nicht schlecht“, meint Fischer.

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