Im Bauna-Tal läuft alles wie bisher – Land Hessen wollte Service einschränken

Winterdienst ab 4 Uhr früh

Streueinsatz: Die Kommunen im Bauna-Tal halten an ihrem Zeitplan fest. Archivfoto: Schachtschneider/nh

Baunatal/Schauenburg. Keine Änderungen beim Winterdienst – das ist die wichtigste Botschaft aus den Rathäusern von Baunatal und Schauenburg. Das Land Hessen wollte den Streu- und Räumdienst auf Kreis- und Landesstraßen einschränken, hat diese Verkürzung allerdings gestern zurückgenommen. Jetzt läuft er doch von 6 bis 22 Uhr.

In Baunatal gibt es während der Schnee- und Kälteperiode ab 4 Uhr früh eine Rufbereitschaft für Räum- und Streufahrzeuge, ab 5 Uhr wird bei Bedarf auch manuell gegen Schnee und Eis vorgegangen. Ende ist jeweils um 7.30 Uhr. Sonntags läuft die Bereitschaft von 5 bis 9 Uhr. Abends gilt die Rufbereitschaft von 18 bis 22 Uhr beziehungsweise für die Fahrzeuge bis 24 Uhr. Und: „Tagsüber sind die Mitarbeiter sowieso im Dienst“, sagt Rathaus-Sprecher Roger Lutzi.

In Schauenburg bewerte ein Bereitschaftsdienst werktags ab 4 Uhr die Wetterlage, am Wochenende ab 5 Uhr, berichtet Bauhofleiter Raimund Scholibo. „Bis 7 Uhr wollen wir die meisten Straßen frei haben.“

Diese Zeiten beziehen sich allerdings allein auf kommunale Straßen, nicht auf Kreis- und Landesstraßen. Baunatals städtischer Bauhof geht beim Räumen und Streuen nach einer Prioritätenliste vor: Vorrang haben Gefällstrecken, unübersichtliche Kurven, stark befahrene Straßen, Bahnüberänge, Brücken, Ausfahren von Polizei und Feuerwehr, Stadt- und Schulbuslinien sowie wichtige Routen in Gewerbegebieten.

Einsatzzahlen

Im Winter 2010/2011 fuhren die Mitarbeiter innerhalb Baunatals 78 Einsätze in 4500 Stunden; 405 Tonnen Streumittel kamen auf die Straßen. Im Winter 2009/2010 waren es sogar 144 Einsätze beziehungsweise 6300 Stunden sowie 705 Tonnen Streumittel. Zum weiteren Vergleich nennt Lutzi die Zahlen des relativ milden Winters 2007/2008: Damals waren es 340 Stunden und 52 Tonnen.

Die Schauenburger wollen ebenfalls gut gerüstet in den Winter gehen. Zumal laut Raimund Scholibo von den 75 Kilometer Gemeindestraßen 35 bis 40 Kilometer Straße Steigungsstrecken sind. Auf dem Bauhof lagern 160 Kilo Streusalz. In einer gemeinsamen Reserve mit den Kommunen Baunatal und Fuldabrück gibt es zusätzlich 50 Tonnen Salz.

Der Schauenburger Winterdienst hat drei große Streufahrzeuge für die Straßen und drei kleine für die Gehwege im Einsatz. (ing/sok)

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