Kritische Stimmen bei Bürgerversammlung

Winterdienst „nicht optimal“

Willi Jantzen Fotos: Wohlgehagen

Söhrewald. Der Winter ist in unserer Region noch nicht angekommen, aber bei der Bürgerversammlung in Wattenbach wurde schon mal über die Schneebeseitigung diskutiert.

Der Räumdienst auf den innerörtlichen Straßen Söhrewalds wird seit zwei Jahren von der Nachbargemeinde Lohfelden mit erledigt.

„Das läuft bei uns nicht optimal“, sagte eine Einwohnerin aus Wattenbach. So habe sich der Fahrer eines Räumfahrzeugs um die Rodelbahn gekümmert, statt zuerst die Straßen freizumachen.

Der Winterdienst sei ein schwieriges Geschäft, „wir werden aber an der Kooperation mit Lohfelden festhalten“, sagte Bürgermeister Michael Steisel (SPD). Wenn es künftig Probleme geben sollte, bitte er, die Gemeindeverwaltung zu benachrichtigen.

100 Tonnen Streusalz

Am Streumaterial werde es in diesem Winter nicht mangeln, weil insgesamt 100 Tonnen Salz auf Halde liegen, sagte Steisel. Der Verwaltungschef informierte die Bürger über aktuelle Vorhaben, unter anderen über die Windenergie, die Vergabe der Stromkonzession und die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr. Mit dem Grimmsteig und dem „Ars Natura-Pfad“ würden zusätzliche Impulse für den Tourismus ausgelöst, sagte Steisel. Der Bürgermeister warb um Bürger, die Wandergruppen durch die Söhre führen.

57 000 Euro für Befliegung

Willi Jantzen fragte, warum die Hinweistafel am Parkplatz Fahrenbachstraße noch nicht ersetzt worden sei. „Dafür sei der Naturpark zuständig“, sagte Steisel. Er werde sich aber um die Angelegenheit kümmern. Für den Bereich „Pferdemarkt“ kündigte er eine Neuordnung der Wege und der Markierungen an.

Die Mitarbeiter des Bauamtes und Bauhofes „würden einen guten Job machen“, sagte Dieter Weber. In der Fragestunde erkundigte sich der Pensionär aus Wattenbach nach der Höhe der Befliegungs- und Beratungskosten vor der Einführung der geteilten Abwassergebühr. „Wir haben hierfür 57 000 Euro bereitgestellt“, sagte Bauamtsleiter Thomas Siemon.

Offen blieb, wer die Schotterung von Wegen in Wellerode vorgenommen hat. Es könnte der Forst gewesen sein, meinte Bürgermeister Steisel. Das über der Goethestraße und am Langen Feld eingebrachte Material sei auf jeden Fall „viel zu grob“, sagte Willi Jantzen. (ppw)

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