Geschäftsleute freuten sich über die vielen Besucher beim verkaufsoffenen Sonntag in der Baunataler City

Winterzauber beschert Frühling

Yilmaz

Baunatal. Es ist gerade mal später Mittag auf dem Baunataler Marktplatz. Der verkaufsoffene Sonntag ist erst etwa eine halbe Stunde alt. Doch Daniel Duvenbeck und Florian Göbel von der Bäckerei Döhne haben an ihrem Stand auf dem Marktplatz schon gut zu tun. Die ersten Passanten holen sich Kuchen ab, um ihn bei strahlendem Sonnenschein auf Bänken zu verspeisen. „Die verkaufsoffenen Sonntage sind immer anders. Diesmal spielt das Wetter mit“, sagt Duvenbeck.

Der Winterzauber, so lautet das Thema der City an diesem Tag, scheint den Baunataler Geschäftsleuten dank des Bilderbuchwetters einen späten Frühling zu bescheren. Die glasüberdachte Passage ist gut besucht. Im Herkules-Markt bildet sich eine Schlange vor dem Glücksrad. Center-Mitarbeiterin und an diesem Sonntag Glücksfee Sarah Helmuth, verteilt pausenlos kleine Preise. Rudolf und Petra Regenbogen aus Kassel haben Fortuna auf ihrer Seite und freuen sich über einen Cowboyhut. Sie wollen nach einem Flohmarktbesuch nun in Baunatal ausgiebig bummeln gehen, genauso wie Ilona Czyply aus Baunatal, die gleich Kinder und Enkel mitgebracht hat.

Auch im Juweliergeschäft von Yilmaz Capar haben die Mitarbeiter gut zu tun. „Die verkaufsoffenen Sonntage in Baunatal werden immer besser“, sagt der Inhaber und frühere Leiter des Herkules-Markts. Die Tendenz zeige nach oben. Diese Sonntage machten sich auch im Umsatz positiv bemerkbar, sagt Yilmaz, der sich vergangenen Herbst mit seinem Geschäft selbstständig gemacht hat. Er lockt wie viele andere Citykaufleute an diesem Sonntag Kunden mit Rabatten an. Es komme darauf an, eigene Verkaufsaktionen zu organisieren, meint der Juwelier. Das habe sich mittlerweile unter den Kaufleuten herumgesprochen. Es sei schade, dass es dieses Jahr nur drei verkaufsoffene Samstage gegeben habe. Einen hatten die Citykaufleute an ihre Kollegen in Großenritte abgegeben.

Mit kleiner zeitlicher Verzögerung kommt auch Leben in die Passage hinter der Stadthalle. Zu den wenigen Geschäften, die geschlossen haben, gehört das Tee-Eck von Hermann Meisenberg. Das sei aber wider Willen zu, berichtet Citymanagerin Tanja Kempendorf. Das Schloss des Geschäfts sei defekt.

Elisabeth Schiebeler, die ihren Porzellanladen am Ende der Flaniermeile hat, ist mit der Bilanz der verkaufsoffenen Sonntage zufrieden. Vor allem den Winterzauber im Spätherbst wolle sie nicht missen, sagt die Geschäftsfrau. Die Zusammenarbeit unter den Einzelhändlern sei inzwischen auch besser geworden.

HINTERGRUND

Von Peter Dilling

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