Kreisverband Kassel-Land plant für die kommenden Monate gezielte Aktionen

DRK wirbt um junge Leute

Junge Profis in Sachen Erste Hilfe: Beim Jugendrotkreuz üben Kinder und Jugendliche mit künstlichem Blut, wie Wunden versorgt werden. Um die Arbeit des Roten Kreuzes zu sichern, soll die Nachwuchswerbung verstärkt werden. Archivfoto: nh

KREIS kassel. Einen großen Aufgabenbereich muss der neue Schatzmeister des DRK Kreisverbandes Kassel-Land, Werner Merkel, beackern, um die Finanzen, und damit die Arbeit des Kreisverbandes zu sichern.

Der weitgehend ehrenamtlich arbeitende Kreisverband habe in den vergangenen Jahren die Hypotheken der Vergangenheit abgewickelt, die durch die Gemeindeschwesternstation von Fuldatal, Espenau und Immenhausen entstanden waren, sagt Kreisvize Dieter Michel. Neben der Neuorganisation der Kreisgeschäftsstelle soll die Mitgliederentwicklung verbessert werden. Lediglich in Schauenburg, Simmershausen und Ihringshausen waren die Mitgliederzahlen des DRK zuletzt stabil oder konnten leicht erhöht werden, sagt Michel. Mitglieder zu werben, „diese Aufgabe wollen wir in den nächsten zwölf Monaten verstärkt anpacken“, betont der neue Schatzmeister.

Aufgrund des altersbedingten Mitgliederrückganges soll verstärkt auf die Jugendarbeit gesetzt werden, die Michael Barthel koordiniert. Für Werner Merkel ist es wichtig, junge Leute für die Rot-Kreuz-Arbeit zu gewinnen, damit sie eine Aufgabe haben, so wie zum Beispiel im Schulsanitätsdienst, der erfolgreich in Schulen in Baunatal, Schauenburg, Kaufungen sowie der Kreisberufsschule in Kassel betrieben wird.

Auch wollen die Rotkreuzler des Kreisverbandes die soziale und die aktive Arbeit verstärken. Rund 300 Aktive zählt man im Kreisverband, eine Zahl die im Landesvergleich beachtlich ist. Ein Schwerpunkt soll die Ausbildung sein, die besonders auch in Betrieben als Sanitäts- und Ersthelferausbildung sowie in Erste-Hilfe-Kursen für Führerscheinbewerber stattfindet.

Dafür hat sich der Kreisverband zertifizieren lassen, um diese Aufgabe im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) zu organisieren.

Einen Teil der sozialen Tätigkeiten erfüllt der Kreisverband dadurch, dass er Mitglied in überörtlichen Organisationen des Roten Kreuzes ist.

So bietet der Kreisverband Hausnotrufanlagen oder den Menüservice zusammen mit der Soziale Dienste eGmbH an. Auch soll ein Pflegestützpunkt in Ihringshausen eingerichtet werden, für den zwei Räume in der DRK-Geschäftsstelle vorgehalten sind.

Wichtig sei es, für die Aktivitäten des Roten Kreuzes die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen. Denn eins sei klar, sagt Schatzmeister Merkel: „Der demografische Wandel erfordert immer mehr Pflegeeinsätze auch von ehrenamtlichen Kräften.“ (phk) Foto: Hobein

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