Erst Schlaglochsanierung, dann Ausbau auf acht Spuren – Fertigstellung 2016

Auf der A 7 wird es eng

Noch fließt der Verkehr entspannt: Die A 7 bei Kassel wird für fünf Jahre zum Nadelöhr. Mit der Einrichtung der Baustelle soll am Mittwoch begonnen werden, die eigentlichen Bauarbeiten beginnen nächste Woche. Unser Foto zeigt den Blick von einer Brücke zwischen Lohfelden und Bettenhausen in Richtung Süden zum Kreuz Kassel-Mitte. Foto: Schindler

Kassel. Die Beseitigung der Winterschäden auf der A 7 bei Kassel wird ab Mittwoch in Angriff genommen. Sie wird sich bis Mitte August hinziehen.

Gleich zu Beginn wird es eng. Denn von der Anschlussstelle Kassel-Ost werden auf 1,3 Kilometer Länge in südlicher Richtung zwischen 4. und 17. Mai nur zwei statt drei Fahrspuren zur Verfügung stehen. „Das ist die kritische Phase“, sagte Reinhold Rehbein, Sprecher des Kasseler Amts für Straßen- und Verkehrswesen (ASV).

Auf der restlichen Baustrecke, die von der Anschlussstelle Kassel-Nord abschnittweise in südliche Richtung wandern wird, sollen alle drei Spuren erhalten bleiben, allerdings durch gelbe Markierungen verengt.

Flüsterasphalt

Im November werden dann die Arbeiten für das nächste Großprojekt beginnen, der achtspurige Ausbau des A7-Abschnitts zwischen Kassel-Ost und dem Dreieck Kassel-Süd.

Begonnen wird laut ASV im November 2011 zunächst mit der Verbesserung des Lärmschutzes. Die bestehenden Lärmschutzeinrichtungen werden von Kassel-Mitte in nördlicher Richtung teilweise abgetragen. Dann wird ein vier Meter hoher begrünter Betonstein-Wall errichtet, darauf kommt bei Lohfelden noch eine ebenfalls vier Meter hohe Lärmschutzwand.

Tempolimit unklar

Gebaut wird von der Autobahnseite her, daher steht der Standstreifen für den Verkehr nicht zur Verfügung, die drei Fahrspuren werden verengt.

Die Baustelle wandert weiter nach Norden, die genaue Planung wird zurzeit vom ASV erarbeitet. „Wir bemühen uns, dass es möglichst wenig Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer gibt“, sagt Rehbein. Geben wird es sie trotzdem. Denn im Zuge des eigentlichen Straßenbaus von 2013 bis zur Fertigstellung 2016 müssen auch alle Brücken verbreitert werden. Die Brücke Waldauer Weg wird sogar bis auf die Widerlager abgerissen und neu gebaut.

Zuletzt wird der Flüsterasphalt aufgebracht. Dazu wird die gesamte Strecke in einer Richtung gesperrt, denn der Asphalt muss gleichzeitig auf allen Spuren aufgetragen werden.

Bei dem achtstreifigen Ausbau soll die jetzige Autobahnbreite nur leicht vergrößert werden, und zwar nach innen. Der grüne Mittelstreifen wird durch Betonabweiser ersetzt, die bestehenden Fahrbahnen werden von 3,75 Meter auf 3,50 Meter verschmälert.

Ob es wegen der engeren Fahrbahnen eine dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzung geben wird, ist offen. Darüber entscheidet nicht das ASV, sondern der Verkehrsträger nach Abschluss der Bauarbeiten.

HINTERGRUND

Von Holger Schindler

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.