Niestetal sucht nach einem Standort für eine neue Hütte

Wo wird künftig gegrillt?

So könnte sie aussehen: Die neue Grillhütte wird geschlossen und damit das ganze Jahr über nutzbar sein. Die Kosten stehen noch nicht fest. Illustration:  Gemeinde Niestetal/nh

Niestetal. Das Areal in der Nähe des Wichtelbrunnens erscheint auf den ersten Blick ideal für eine Grillhütte. Es ist von Heiligenrode und Sandershausen aus gleichermaßen gut erreichbar, und die Erschließung für Wasser, Abwasser und Strom wäre - auch wegen der Nähe zum neuen südlichen Zubringer zum Gewerbegebiet Sandershäuser Berg - unproblematisch. Doch von der Idee, die neue, geschlossene Grillhütte dort zu errichten, wird sich die Gemeinde Niestetal wohl verabschieden müssen.

Der Grund: Die Untere Naturschutzbehörde hat Bedenken angemeldet. Bei einer informellen Begehung des Areals hätten die Umweltexperten signalisiert, dass ein Standort im Bereich der Niesteauen keine große Chance habe, genehmigt zu werden, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn auf HNA-Anfrage. Keine Bedenken hat die Behörde dagegen bei den drei weiteren Standorten angemeldet, die die Gemeinde für die Errichtung der Hütte ins Auge gefasst hat. Nach Angaben von Rathaussprecher Dennis Bachmann spricht vieles dafür, dass sich die Gemeindevertreter am Ende für einen der beiden Standorte im Bereich des Viehberges (auf der Grafik Nr. 2 und 3) entscheiden werden.

Die Erschließung dort, das geht aus der Vorlage der Gemeinde für die nächste Parlamentssitzung hervor, wäre „nahezu kostenneutral“. Weil sich in unmittelbarer Nähe ein Landwirt neu ansiedelt, müssten dort ohnehin Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser verlegt werden.

Weiterer Vorteil: Das nahelegene CJVM-Heim könnte in die Erschließung einbezogen werden. Das Abwasser aus dem Heim wird bislang über eine Pumpleitung zur Straße Am Schnepfenbusch befördert. Die Wasserversorgung kann nur mit Hilfe einer hauseigenen Druckerhöhungsanlage aufrechterhalten werden.

Am möglichen vierten Standort im Gewerbegebiet Sandershäuser Berg (Nr.4) würden rund 100 000 Euro für die Erschließung fällig werden. Weil in dem Bebauungsplan für das Gewerbegebiet eine Grillhütte nicht vorgesehen ist, wäre ein Genehmigungsverfahren erforderlich.

Die Gemeindevertreter entscheiden in ihrer Sitzung am Donnerstag, 9. Juni, 19.30 Uhr, im Rathaus, Heiligenröder Straße 70, über den Standort für die Grillhütte.

Von Peter Ketteritzsch

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