Arbeiten im Hirschbergtunnel starteten mit Festakt

Die A 44 wird teurer: Nun 1,8 Milliarden Euro

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Hessisch Lichtenau. Die teuerste Autobahn der Welt kostet immer mehr: Statt bisher geplanter 1,6 Milliarden wird die A 44 zwischen Kassel und Eisenach nun 1,8 Milliarden Euro kosten.

Das sagte am Sonntag der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba (CDU), beim Anschlag des Hirschbergtunnels bei Hessisch Lichtenau. Teurer werde vermutlich nur die Autobahn 100, weil sie eines Tages mitten durch Berlin führen wird, sagte Bomba.

Der Hirschbergtunnel gilt als Herzstück der A 44. Er ist 4,2 Kilometer lang und damit der zweitlängste Autobahntunnel Deutschlands (länger ist nur der Rennsteigtunnel der A 71 mit 7,9 Kilometern). Der Hirschbergtunnel wird im Rohbau etwa 250 Millionen Euro kosten.

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Das sei viel Geld, sagte der Staatssekretär, aber es sei gut angelegt. Schließlich werde der Güterverkehr in Deutschland bis zum Jahr 2025 um 70 Prozent zunehmen.

Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) sagte, als gebürtiger Kaufunger sei der Tunnelanschlag - sozusagen der offizielle Start der Bauarbeiten - ein besonderer Tag für ihn. Hessen sei das Herz der Infrastruktur in Deutschland, und wenn dieses nicht schlage, leide die ganze Republik. 

An die wenigen Demonstranten gewandt, sagte der Verkehrsminister, die Menschen, die entlang der B 7 wohnen, seien auch Teil der Umwelt: „Sie haben ein Anrecht darauf, dass der Verkehr aus ihren Orten herauskommt.“

Bilder des Tunnelschlags

Tunnelschlag für die A44 in Hirschhagen

In den Hirschbergtunnel werden 20.000 Tonnen Stahl und 50.000 Kubikmeter Beton verbaut. Eine Million Kubikmeter Gestein wird aus dem Berg geholt. Im Tunnel, laut Bomba einer der sichersten der Welt, soll spätestens im Jahr 2018 der Verkehr rollen.

Tunnelpatin ist die Ehefrau des früheren hessischen Verkehrsministers Dieter Posch, Isolde Posch. Daher heißt der Tunnel nun während der Bauarbeiten „Tunnel Isolde“.

Von Frank Thonicke

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