Oberkaufungen: Zur Diskussion stehen der Rathausplatz und der Brauplatz

Wochenmarkt ja, aber wo?

Kaufungen. Oberkaufungen soll einen Wochenmarkt bekommen - wo dieser abgehalten wird, steht noch nicht endgültig fest.

Als Standorte im Gespräch sind der Brauplatz und der Rathausvorplatz. Dort bieten bereits zwei Markthändler jeden Samstag ihre Waren an. „Denkbar ist auch, dass wir beide Plätze als Standorte für einen Wochenmarkt nutzen“, sagt Bürgermeister Arnim Roß (SPD).

Der Brauplatz war bereits im Jahr 2009 als möglicher Marktplatz in Erwägung gezogen worden. Dort könnte die Gemeinde ein Grundstück von 324 Quadratmetern kaufen. Doch wurden einige Nachteile des Standorts festgestellt. So liegt der Brauplatz verdeckt hinter Häusern, es fehlt die direkte Anbindung zur Leipziger Straße mit Geschäften und Laufkundschaft. Aus diesen Gründen hatten es die zwei Händler vom Rathausplatz abgelehnt, mit ihren Ständen auf den Brauplatz umzuziehen.

Nur teilweise nutzbar

Auch die Marktgilde hatte den Platz als nur teilweise nutzbar eingestuft. Anfahrts- und Rettungswege sind nach Ansicht der Gilde nicht optimal und schränken die Nutzungsmöglichkeit ein, genau wie die dortigen Anwohnerparkplätze.

Die Kaufunger Gemeindevertretung hat jetzt beschlossen, ein Konzept für einen regelmäßigen Markt auf dem Platz vor dem Rathaus zu erarbeiten. „Wir befürworten den Rathausvorplatz als Standort“, sagt Ulrich Kellner, Vorsitzender des Verkehrs- und Gewerbevereins Kaufungen, und Abgeordneter der Kaufunger Wähler-Gemeinschaft. Derzeit ist vor dem Rathaus nur Platz für etwa vier Stände, also zwei weitere Händler neben den beiden, die dort jetzt schon ihre Stände aufbauen. „Wenn der Platz vor der Gaststätte Tresor mit einbezogen wird, wird dort aber Platz für sechs bis acht Händler sein“, sagt Kellner. Dazu seien nur kleinere Umbauarbeiten nötig. Wenn der Wochenmarkt gut angenommen werde, könne man über eine Erweiterung auf dem Brauplatz nachdenken. Erst wenn für beide möglichen Standorte ein Nutzungskonzept vorliegt, will das Kaufunger Gemeindeparlament über den Wochenmarkt abstimmen.

Von Irene Habich

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