Startschuss für Awo-Altenzentrum: Räume sollen im Herbst 2012 bezugsfertig sein

Wohnen wie in der Familie

Bagger sind schon da: Vor dem Haus mit altengerechten Wohnungen (im Hintergrund) haben die Erdarbeiten für das neue Seniorenzentrum begonnen. Fotos:  Dilling

Niestetal. Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Sprichwort scheint auf das geplante Altenzentrum der Arbeiterwohlfahrt Nordhessen (Awo) in Heiligenrode maßgeschneidert zu sein.

Nachdem die Gemeinde Niestetal schon 2007 grünes Licht für den Bau eines Altenheims gegeben hatte, später der von der Awo ausgeguckte Investor aus Kaufungen plötzlich abgesprungen war, haben die Bagger nun mit den Erdarbeiten begonnen. Im Herbst 2012 soll das Altenzentrum mit 83 Pflegeplätzen, darunter vier Plätzen für Kurzzeitpflege, bezugsfertig sein.

Der Investor, das Familienunternehmen der Lindhorst-Gruppe aus Winsen an der Aller, gibt rund sieben Millionen Euro für das Projekt aus. Der Spezialist für den Bau von Altenheimen arbeite auch bei anderen Projekten, beispielsweise in Fulda, mit der Awo zusammen, sagte Geschäftsführer Michael Schmidt. Die Awo wird das Seniorenzentrum betreiben und das Haus von der Firma Lindhorst mieten. Mieter ist auch die Gemeinde Niestetal, die im Erdgeschoss auf 190 Quadratmetern eine Begegnungsstätte einrichten wird, die das Land mit 150 000 Euro bezuschussen will.

Niestetal hat das Grundstück an der Einmündung der Karl-Marx- und der Gellertstraße an Lindhorst verkauft. Zum Preis wollte Bürgermeister Andreas Siebert nichts sagen.

Die Gemeinde sei einem „hohen Druck“ ausgesetzt, eine solche Einrichtung zu schaffen, erklärte Siebert während der feierlichen Einweihung der Baustelle. Schließlich seien über 3100 Bürger in Niestetal über 60 Jahre alt. „Die Senioren werden hier mitten im Leben stehen“, meinte der Bürgermeister zum gewählten Standort zwischen Park, zwei Schulen und einem Kindergarten.

„Die Senioren werden hier mitten im Leben stehen.“

Bürgermeister Andreas Siebert

Die Awo lege Wert darauf, dass die Einrichtung flexibel auf die Bedürfnisse der künftigen Bewohner reagieren und ihre Eigenständigkeit möglichst lange erhalten könne, sagte Schmidt. Es werde sechs familienähnliche Hausgemeinschaften mit Wohn- und Essbereich geben. Mit Alltagsbegleitern könnten die Senioren beispielsweise selbst kochen. Die Bewohner leben in 59 Einzelzimmern.

Auch für die ambulante Tagespflege sind Plätze reserviert. Etwa 80 Arbeitsplätze werden nach Angaben von Schmidt im Altenzentrum geschaffen. Schon jetzt könnten sich Fachkräfte bei der Awo auf die Stellen bewerben. Auch Interessenten für die Wohnheimplätze könnten sich schon melden. (pdi)

Info und Kontakt: Awo Nordhessen, Tel 05 61/5 07 70, E-Mail: info@awo-nordhessen.de

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