Das Neubaugebiet Lindenberg in Lohfelden wird zur Heimat für 350 Familien

Wohnen mit starken Frauen

Erinnerung an die berühmte Großmutter: Vizelandrätin Susanne Selbert (SPD) enthüllte gestern eine Gedenktafel für Elisabeth Selbert, die erfolgreich für die Gleichberechtigung stritt. Foto: Wohlgehagen

Lohfelden. Auf dem Lindenberg in Lohfelden hat die Zukunft der Gemeinde begonnen: Seit 2003 entsteht hier in drei Bauabschnitten einer der letzten großen Siedlungsschwerpunkte in Nordhessen. Mit der in gut zwei Jahren geplanten Fertigstellung des letzten Bauabschnitts werden es mehr als 350 überwiegend junge Familien sein, die neue Häuser oder Wohnungen am Lindenberg bewohnen.

Straßen mit viel Grün

Namensgeber für die Straßen in dem von viel Grün durchzogenen Baugebiet sind berühmte Frauen wie Rosa Luxemburg und Mildred Scheel, die die deutsche Geschichte und Gesellschaft geprägt haben. Die Haupterschließungsstraße trägt den Namen von Elisabeth Selbert, die erfolgreich für die Verankerung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Grundgesetz stritt. Zu Ehren der herausragenden SPD-Politikerin und Juristin hat ihre Enkelin, die Vizelandrätin Susanne Selbert (SPD) , gestern in der nach ihrer Großmutter benannten Straße eine Gedenktafel enthüllt.

Auch die anderen Straßen am Lindenberg tragen große Namen. Sie sind vom Gemeindeparlament nach Persönlichkeiten wie Anne Frank, Sophie Scholl, Minna Cauer und Lina Morgenstern benannt worden.

Der Grundstein für das Neubaugebiet Lindenberg wurde 1993 gelegt: Die Gemeinde entschied sich damals mit dem Zweckverband Raum Kassel für diesen Entwicklungsschwerpunkt, statt an der Crumbacher Straße neue Siedlungsflächen auszuweisen. Im Jahr 2001 wurde die Rahmenplanung für den Lindenberg abgeschlossen. Ab 2003 rückten dann die Bagger und Baumaschinen an.

Zu den Höhepunkten der bisherigen Entwicklung zählen die Inbetriebnahme einer Kindertagesstätte, die als Mehrgenerationengebäude geplant und gebaut wurde, und das im vergangenen Jahr fertiggestellte neue Einkaufszentrum.

Diskussionen gibt es gegenwärtig über den dritten Bauabschnitt des Neubaugebiets, eine Passivhaussiedlung, die für mehr als 90 Wohneinheiten ausgelegt ist. Während einer Bürgerbeteiligung lehnte die Mehrheit der künftigen Bauherren jüngst das von den Planern vorgestellte Mobilitätskonzept ab.

Man darf jetzt gespannt sein, wie es weitergeht. Eigentlich sollte der Bebauungsplan für diesen Abschnitt schon im November verabschiedet werden.

Sollte sich die Planung wegen der Proteste weiter verzögern, erscheint es fraglich, ob die Bauinteressenten noch im nächsten Jahr mit der Errichtung ihrer Eigenheime unterhalb der Eschweger Straße beginnen können. ARTIKEL LINKS

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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