Wohnhaus für Seniorenpflege wird in Ahnatal gebaut

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So soll es aussehen: Das Pflegewohnheim, das Kai Gnidtke an der Straße „Am Siebenborn“ unterhalb des Kammerbergs errichten will. Entwurf: Schaarschmidt Architekten

Ahnatal. Dem Projekt eines Pflegewohnhauses am Fuße des Kammerbergs steht nichts mehr im Wege. Das Grundstück am Siebenborn ist von der Gemeinde Ahnatal gekauft, die Baugenehmigung erteilt und die Finanzierung steht. 2,2 Millionen Euro wird Kai Gnidtke in das spezielle Heim für Senioren mit 24 Plätzen investieren. Betreiber der Einrichtung wird die G & G Pflegedienst GmbH sein, die seine Ehefrau Marion Gnidtke führt.

Baubeginn soll noch in diesem Monat sein, sagt der Investor. Bodenplatte gießen, dann die vorgefertigten hochgedämmten Wände errichten, „nach sieben bis acht Monaten ist das Haus in Holzständerbauart dann bezugsfertig“, meint Gnidtke. 15 neue Arbeitsplätze sollen mit dem Pflegewohnhaus entstehen.

Auf einer Grundfläche von 65 mal 45 Metern wird ein rechteckiges, eingeschossiges Gebäude mit einem nicht überdachten Innenhof entstehen, sodass auch die innen liegenden Zimmer einen direkten Ausgang nach draußen haben. Diese seien zum Beispiel für orientierungslose Bewohner geeignet, die an die frische Luft gehen können, ohne den Wohnkomplex zu verlassen.

Denn ein Sicherungssystem, um ein Weglaufen dieser Menschen zu verhindern, soll es in ihrem Haus nicht geben, betont Marion Gnidtke. „Alle Bewohner sollen sich wie zu Hause fühlen und erhalten die Hilfe, die nötig ist.“ Das Haus ist in zwei gleich große Wohngruppen für zwölf Bewohner aufgeteilt „mit jeweils großem Gemeinschaftsbereich und großer Küche“, erklärt die Betreiberin.

Der Wunsch nach einem Wohnhaus für Senioren sei genau genommen „von den Gästen unserer Tagespflege und deren Angehörigen“ gekommen, sagt das Paar. „Stellt uns ein Feldbett auf, wir wollen bei euch bleiben“, hätten die gesagt. 2012 sahen Gnidtkes in einer Fachzeitschrift das Gebäude, dass auch sie jetzt in Weimar errichten wollen.

Das Original stehe in Wesselbüren in Schleswig-Holstein. Nach einer Besichtigung im Sommer 2012 und Gesprächen mit dem dortigen Betreiber sei ihnen klar gewesen, „so wollen wir das unbedingt“. Daher arbeiten Gnidtkes auch mit dem Architekten aus Solingen und dem Holzbaubetrieb aus der Nähe von Köln als Generalunternehmer zusammen, die das Original-Haus errichteten.

Alle, denen er seine Pläne vorstellte wie zum Beispiel den Kreditgebern, hätten sich gewundert, meint Kai Gnidtke. Das sei aber ein kleines Haus. Und empfohlen, dass müsse er größer machen. „Aber das wäre uns zu anonym. Mit 24 Bewohnern hat man noch den Zuhause-Charakter, ein Heim in der ursprünglichen Bedeutung“, sagen Kai und Marion Gnidtke.

Die Kosten für einen Platz im Pflegewohnhaus werden erst drei Monate vor Eröffnung mit den Pflegekassen festgelegt.

Info: G & G Pflegedienst, Tel. 0 56 09/80 75 00 oder unter www.gug-pflegedienst.de

Von Michael Schräer

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