Auf 1,4 Hektar an der Stockbreite in Ihringshausen sollen bis zu 26 Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen

Wohnquartier statt Ackerfläche

Neues Baugebiet: Bis zu 26 Ein- und Mehrfamilienhäuser sollen auf der derzeitigen Ackerfläche an der Ecke Stockbreite (Vordergrund) und Mönchebergstraße (rechts) entstehen. Foto: Schräer

Fuldatal. Die Nachfrage nach Wohnraum in der Gemeinde sei „ungebrochen hoch“, sagt Fuldatals Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU). Baugrund, auf dem Ein- oder Mehrfamilienhäuser errichtet werden können, ist wie im benachbarten Oberzentrum inzwischen rar.

Die Chance, mehr Einwohner in die Gemeinde zu holen, wolle man weiter nutzen. Allerdings nicht, indem neue Baugebiete an Ortsrändern ausgewiesen werden. „Wer weiß, wie die Entwicklung die nächsten Jahre weitergeht?“, meint Schreiber. „Lieber langsam, aber stetig wachsen“, sei die Devise. Und ohne hohe Erschließungsinvestitionen schultern zu müssen.

So konzentriert sich die Gemeinde darauf, Baulücken in Ortslagen zu schließen. Wie in Ihringshausen im Bereich Stockbreite. Wobei die Kommune für die Rahmenbedingungen zuständig ist: nämlich den gültigen Bebauungsplan zu verändern.

Das 1,4 Hektar große Grundstück nördlich der Stockbreite und westlich der Mönchebergstraße wurde von einem Privateigentümer an die Dr. Theusner GmbH aus Kaufungen verkauft. Die Gesellschaft plant auf dem bisher als Ackerfläche genutzten Areal Ein- und Mehrfamilienhäuser. Laut Geschäftsführer Jörg Ackermann seien zum Beispiel zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht Wohnungen und Einfamilienhäuser auf 20 bis 24 Grundstücken vorstellbar.

Der endgültige Plan, wie das Areal entwickelt werde, müsse aber noch mit der Gemeinde abgestimmt werden. So seien zum Beispiel auch kleinere Einheiten im Geschosswohnungsbau mit jeweils nur drei bis vier Wohnungen möglich. Diese sollen in jedem Fall seniorengerecht gebaut werden.

Denn durch die Nähe zu einem Einkaufszentrum und einem Discounter könne der tägliche Bedarf auch ohne Auto gedeckt werden. Dies sei für Senioren, aber auch Familien mit nur einem Auto attraktiv. Zumal Haltestellen von Bus und Straßenbahn gut erreichbar seien.

Offen ist laut Geschäftsführer, ob nur seine Gesellschaft oder auch private Bauherren die Häuser errichten. Klar sei aber, dass das Wohngebiet komplett erschlossen und umgesetzt werde. Zumal es eine zentrale Wärmeversorgung für das ganze Areal geben soll. Möglicherweise über eine Pellet-Anlage plus Blockheizkraftwerk für Spitzenbedarf und Warmwasser im Sommer. Baustart soll 2015 sein.

Damit dies klappen kann, plant die Gemeinde laut Bürgermeister den Bebauungsplan in einem beschleunigten Verfahren von derzeit Mischgebiet in ein Wohngebiet zu ändern. Schreiber geht davon aus, dass mit dem Kaufunger Unternehmen ein qualitativ hochwertiges Wohnraum-Angebot an der Stockbreite geschaffen wird.

HINTERGRUND

Von Michael Schräer

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