Firma Freudenstein und Oetzel baut Wohnhaus  in Weimar

Wohnraum ohne Barrieren für 2,8 Millionen Euro

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An der Baustelle: Investor Reiner Freudenstein mit dem Gebäudeplan. Bis zur Höhe der Stützwand aus Betonteilen wird Erde aufgefüllt für Pkw-Stellplätze. In die Aussparung kommt eine Brücke als Zugang zum Haus.

Ahnatal. Die Vorarbeiten laufen für ein Bauprojekt, auf das in Ahnatal offenkundig viele ältere Einwohner gewartet haben. An der Straße Am Siebenborn unterhalb des Kammerbergs errichten Reiner Freudenstein und Ralf Oetzel als Investoren ein Haus mit 18 barrierefreien Eigentumswohnungen.

Kaum habe man das Projekt per Anzeige in der HNA präsentiert, „sind unsere Telefone heißgelaufen“, sagt Freudenstein. Und bevor ein Stein gesetzt wurde, seien bereits neun der Wohnungen reserviert. Von Senioren aus der Gemeinde, die älteste Interessentin sei 90 Jahren alt.

Auf einem 3900 Quadratmeter großen Grundstück in direkter Nachbarschaft zum entstehenden Haus für Seniorenpflege baut die Firma der beiden Bauingenieure mit Sitz in Gudensberg ein dreigeschossiges Gebäude. Die Investitionssumme beträgt laut Freudenstein 2,8 Millionen Euro.

Ansicht von der Straße Am Siebenborn: Insgesamt 18 Wohnungen entstehen in dem Gebäude, dass die Form eines lang gezogenen „H“ hat. Dadurch entstehen hinter den Stellplätzen für die Bewohner im Untergeschoss auf dieser Seite geschützte Innenhöfe. Der Zugang zum Gebäude erfolgt wegen der Hanglage über eine Brücke (Mitte).

Bis zum Jahresende soll der Rohbau stehen. Im September 2015 sollen die Wohnungen an die Eigentümer übergeben werden mit Einheiten von zwei bis vier Zimmern und Größen von 63 bis 108 Quadratmetern. Zu den Wohnungen gelangt man über einen Laubengang und jeweilige Außentüren. Die Wohnungen seien barrierefrei einschließlich Bädern mit bodengleichen Duschen, sagt der Investor. Die Grundrisse seien variabel und können noch individuellen Wünschen angepasst werden.

Das Mauern des Gebäudes werden mit einem Wärmeverbund-System gedämmt. Zur Energieeffizienzklasse A tragen Gasbrennwerttechnik und solare Brauchwassererwärmung bei.

Die Hanglage des Grundstücks in Südausrichtung sorgt für eine Besonderheit. So liege das Erdgeschoss genaugenommen auf der mittleren Ebene. Der Haupteingang zu Treppenhaus und Fahrstuhl wird von der Straße aus über eine kleine Brücke erreicht, sagt Freudenstein.

Im Untergeschoss seien auf der Südseite kleine Gartenanteile im Anschluss an Terrassen möglich. Auf der Nordseite zur Straße hin haben die Untergeschosswohnungen eine Art Innenhof, begrenzt durch eine Stützmauer, die derzeit aus Betonfertigteilen aufgestellt wird.

Vorarbeiten: Alexander Sarechniev und Baggerfahrer Stefan Blaß von der Firma Horst Becker aus Gudensberg stellen Betonteile der Stützwand auf.

Das ganze Projekt einschließlich Haus mit dem Grundriss eines lang gezogenen „H“ sei „nach hinten verlegt“ worden. Aus Rücksicht auf die Nachbarn und um mehr Platz für Pkw-Stellplätze zu schaffen sowie die enge Straße optisch um zwei Meter zu verbreitern.

Eigentlich sei ihr Unternehmen südlich von Kassel tätig, sagt Freudenstein. Dass sie jetzt in Ahnatal bauen, sei Marie-Luise Baumann, Vorsitzende des Ahnataler Gewerbevereins, zu verdanken. Die 80-Jährige bemüht sich nach eigenem Bekunden seit zehn Jahren um seniorengerechten Wohnraum im Ort. Über ein Projekt von Freudenstein und Oetzel in Niedenstein hatte sie in der HNA gelesen und dann die Kontakte zur Gemeinde hergestellt.

Einfamilienhäuser waren geplant 

Die insgesamt 7919 Quadratmeter große Fläche am Siebenborn hatte die Gemeinde für Reihen- beziehungsweise Ein- und Zweifamilienhäuser vorgesehen. Die Vermarktung scheiterte allerdings. So war man froh, als Kai Gnidtke aus Ahnatal die ganze Fläche übernehmen wollte, obwohl er für sein Atriumhaus für Seniorenpflege nur einen Teil benötigte. Schließlich kamen Freudenstein und Oetzel ins Spiel und kauften knapp die Hälfte der Fläche.

Kontakt: Freudenstein und Oetzel, Gudensberg, Telefon 0 56 03/91 51 77 oder info@fo-immo.de

Von Michael Schräer

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