Wohnungen am Baunsberg

Nach Problemen mit Gagfah will GWH es besser machen

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Außenanlagen im Blick: Landschaftsarchitektin Anne Malecki vom Büro Hanf erklärt GWH-Geschäftsstellenleiter Christian Wedler vor dem Hausmeisterbüro auf einem Plan, wo zuerst Verbesserungen nötig sind. Fotos: Dilling

Baunatal. Die Tinte auf dem Kaufvertrag ist längst trocken, in gut zwei Wochen übernimmt die Wohnungsgesellschaft GWH die 491 Gagfah-Wohnungen am Baunsberg in ihre Regie.

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Schon jetzt sind Geschäftsstellenleiter Christian Wedler und der von ihm beauftragte Landschaftsplaner Erik Hanf zur Bestandsaufnahme im Quartier unterwegs, schauen, wo möglichst bald etwas geändert oder Sanierungsstau beseitigt werden muss. „Wir wollen es besser machen“, sagt Wedler. In den nächsten Jahren werde die GWH bis zu 3,5 Millionen Euro in die ehemalige Gagfah-Siedlung investieren.

Prozesse um Mieterhöhungen und Nebenkosten, Schimmel in manchen Wohnungen, zum Teil ungepflegte Außenanlagen: Die GWH hat als neuer Eigentümer ab September viele Baustellen zu bearbeiten. Die früheren Bauschäden seien aber beseitigt, etwa noch laufende Prozesse mit Mietern seien weiter Sache der Gagfah. Die Außenanlagen werde man als Erstes in Angriff nehmen. Dort könne man mit relativ geringen Mitteln schnell Verbesserungen erreichen.

Es geht dabei nicht nur um Rückschnitt von wucherndem Grün. Die GWH-Mitarbeiter wollen auch prüfen, ob Wegebeziehungen innerhalb der Siedlung verbessert werden können, ob die Wege ausreichend beleuchtet sind, oder ob Barrieren für Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer beseitigt werden müssen.

Viele Mieter hatten sich über fehlende Ansprechpartner bei der Gagfah geärgert. Das soll bei der GWH anders werden. „Wir wollen vor Ort deutlich mehr Präsenz zeigen. Deshalb haben wir zusätzlich eine Person als Hausmeister eingestellt“, sagt Wedler. Den bestehenden Mieterbeirat sehe man als Partner an. „Wir betreiben Quartiersentwicklung immer mit Mieterbeteiligung“, erklärt der GWH-Manager. Man werde die Mieter auch nach ihren Wünschen fragen. Ziel sei eine nachhaltige Aufwertung des Baunsberg-Quartiers, wo die Gesellschaft nun 750 Wohnungen besitze. Dabei wolle man eng mit der Stadt Baunatal zusammenarbeiten. Im Übrigen nutze man die Erfahrungen aus anderen GWH-Siedlungen, wie in Brückenhof oder Helleböhn.

Die GWH wird sich laut Wedler auch Zustand und Zuschnitt der einzelnen Wohnungen ansehen. Da könne es Umbauten geben. Auch das Thema von barrierefreien Wohnungen werde man in Angriff nehmen. Er will nicht ausschließen, dass es in begründeten Fällen auch eine Mieterhöhung geben könne. „Dafür sehen die Betroffenen aber auch eine Gegenleistung“, sagt Wedler. Ziel sei für die GWH eine „gute Durchmischung des Bestandes, bei der für jeden Geldbeutel etwas dabei ist“.

Von Peter Dilling

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