Zweite Bauetappe wird vorbereitet

Neues Quartier Stadtpark in Baunatal: Mieter ziehen ab Frühling ein

Baugebiet füllt sich mit Wohnblocks: Noch stehen die Baugerüste im neuen Quartier am Stadtpark, wie ein Blick von der Straße Am Goldacker zeigt. Doch schon in einigen Monaten werden die ersten Bewohner einziehen. Fotos: Dilling

Baunatal. Der milde Winter hat dafür gesorgt, dass sich das neue Baunataler Wohnquartier am Stadtpark schnell mit Gebäuden füllt. Die meisten Wohnungen sind schon verkauft. Drei weitere Investoren stehen bereits in den Startlöchern, um auch die letzten vier Grundstücke zwischen Bauna und Altenritter Straße zu bebauen.

Die ersten Bewohner könnten noch im Frühling einziehen. Dann wäre das 18.000 Quadratmeter große Areal noch in diesem Jahr vollständig bebaut. „Wir haben positive Rückmeldungen von Investoren. Eigentlich war ein längerer Vermarktungszeitraum geplant“, sagt Baunatals Erste Stadträtin Silke Engler.

Sechs Blocks ragen in dem neuen Quartier bereits drei und viergeschossig auf. Überall sind bereits die Fenster eingesetzt, die Fassaden verputzt. Drinnen wird unter Hochdruck gehämmert und gefliest. Vier Gebäudekomplexe hat allein die GFI von Investor Gotthard Fels hochgezogen, der nach eigenen Angaben zehn Millionen Euro investiert hat.

Diese Wohnungen sind bereits alle vergeben und bieten einen bunten Mix für alle Generationen an: Neben den in Baunatal raren Kleinwohnungen gibt es auch Eigentumswohnungen. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) wird mit einem Servicezentrum, einer kleinen Begegnungsstätte, Tagespflege und mobiler Krankenpflege vor Ort sein. Senioren können das Leben in Wohngruppen ausprobieren.

„Die Hälfte war weg, bevor überhaupt die Bagger rollten.“ So beschreibt Vermarkterin Anita Hellmuth von RDV Immobilien die hohe Nachfrage nach den Stadtpark-Wohnungen. Die Interessenten seien „ganz gemischt“. Neben jungen Familien hätten auch viele Paare in den Fünfzigern zugegriffen, deren Kinder inzwischen erwachsen seien. Sie habe jetzt nur noch zwei Komfortobjekte aus dem hochpreisigen Segment im Angebot, sagte Hellmuth. Sie rechne, dass diese im Laufe des Jahres noch verkauft werden.

Die Stadt wird im Sommer dafür sorgen, dass die ersten Quartiersbewohner auch ihren Weg in die Baunataler Innenstadt finden. Am östlichen Ende des Baugebiets soll eine Fußgängerbrücke errichtet werden, die es an das vorhandene Wegenetz jenseits der Bauna zwischen Theodor-Heuß-Schule und KSV-Sportwelt anbindet. Auf Bürgersteige und ausgebaute Straßen müssen die neuen Bewohner bis nächstes Jahr warten: Es habe sich bewährt, Baugebiete erst dann endgültig zu erschließen, wenn alle Häuser stehen, sagte Engler. Auf der gegenüberliegenden Seite des Quartiers wird es keine baulichen Veränderungen geben: Die neuen Bewohner müssen die Altenritter Straße überqueren, um zum Goldacker und der dortigen Bushaltestelle zu gelangen.

Der dort vorhandene Fußgängertunnel werde zugeschüttet, sagte Engler. Zählungen hätten nämlich ergeben, dass die Unterquerung selten benutzt werde. Auf der Altenritter Straße sorge eine Mittelinsel für ein sicheres Überqueren.

Von Peter Dilling

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