Renovierte Kirche Obervellmar steht seit dem Wochenende wieder offen

Im Wohnzimmer Gottes

Alle Plätze waren in der Obervellmarer Kirche besetzt, als jetzt aus Anlass der Wiedereröffnung des renovierten Gotteshauses ein Festgottesdienst stattfand. Rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest waren die sechs Monate dauernden Arbeiten beendet worden, und die Besucher zeigten sich sichtlich beeindruckt. Foto: Brandau

Vellmar. Interessiert schweiften die Blicke der Besucher durch das Kirchenschiff der Obervellmarer Kirche, das in den vergangenen Monaten aufwendig renoviert worden ist. Der Geruch frischer Farbe lag noch in der Luft, und im Schein der neuen Deckenleuchten erstrahlte das 600 Jahre alte Gotteshaus im neuen Glanz.

Ein breiter Mittelgang, eine neue Fußbodenheizung, frisch gestrichene Wände, Fenster und Bänke ließen nicht mehr erahnen, dass die Kirche noch vor wenigen Monaten den Charme eines Wartesaales hatte und einer dringenden Renovierung bedurfte. „Wir sind froh und dankbar, dass wir es geschafft haben, unsere Kirche zu renovieren“, sagte Manfred Sander, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, zu Beginn des Festgottesdienstes.

Dieser Tag sei ein ganz besonderer, meinte Pfarrerin Birgit Grimsel, die gemeinsam mit der früheren Pfarrerin Silke Kohlwes den Gottesdienst gestaltete. „Viel Zeit und Energie ist in das Vorhaben investiert worden, dessen Ergebnis wir heute sehen können. Wir freuen uns, dass wir den Gottesdienst wieder in der Kirche halten können“, sagte Grimsel.

„Ich habe sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet“, erklärte auch Pfarrerin Silke Kohlwes. Die Türen der Obervellmarer Kirche werden ab heute wieder offen stehen, kündigte sie an. „Wir haben das Wohnzimmer Gottes renoviert. Das helle, freundliche Kirchenschiff ruft bei mir das Gefühl der Achtsamkeit und Andacht hervor.“

Näher am Himmel

Ähnliche erging es Otto Pohl. „Mir gefällt vor allem die Farbgestaltung, und ich habe das Gefühl, als sei mir der Himmel näher gekommen“, schwärmte der 83-Jährige.

Auch für Adalbert Riebensahm hat die Kirche gewonnen. „Auf mich macht sie einen wunderbaren Eindruck, vor allem durch die Fußbodenheizung und den freien Blick auf den Altar“, bestätigt der Pfarrer, der von 1977 bis 1993 in Obervellmar tätig war.

Angetan von der gelungenen Renovierung zeigt sich auch Sissi Schmuck. Besonders gefalle ihr der Mittelgang im Hinblick auf künftige Hochzeiten. „Es hat sich gelohnt, Geld für die Kirche zu sammeln.“ Und noch eine gute Nachricht hatte Manfred Sander zu verkünden. Am Sonntag, 20. Februar, wird Alfred Hocke, derzeitiger Pfarrer in Bad Soden Allendorf, seinen ersten Gottesdienst als neuer Gemeindepfarrer in der Kirchengemeinde Obervellmar halten.

Von Werner Brandau

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