Logistikstation und Vergrößerung des OTC 4 zwischen Kirchbauna und Rengershausen: Start im Sommer

VW macht Tempo bei Bauplänen

luftbild herzog/charterflug-kassel,knabe -

Baunatal. Die Baunataler Werksspitze hofft auf eine Entscheidung des Wolfsburger VW-Vorstands In den nächsten Wochen: Das Unternehmen will sein Original-Teile-Center (OTC) 4 bei Kirchbauna nach Osten hin vergrößern, um Platz im eigentlichen Werk zu schaffen. Dem Vernehmen nach eine Investition von 30 Millionen Euro, bestätigt hat Volkswagen diese Summe noch nicht.

Weitere 30 Millionen hatte die Zentrale freigegeben: Angrenzend an das OTC 4 wird ein Logistikzentrum errichtet, um dort einen großen Teil der zu VW rollenden Lkw abzufertigen.

Zwei Entwicklungen bei Volkswagen sorgen für Tempo: Der Zuschlag für Baunatal, dort ab 2013 den Elektromotor von VW zu bauen, und die generelle Zielsetzung des Konzerns, im Jahr 2018 zehn Millionen Fahrzeuge zu verkaufen und immer mehr Modelle anzubieten. Zum Vergleich: 2010 setzte VW 7,1 Millionen Autos ab.

Dieser Artikel wurde um 14.36 Uhr aktualisiert.

Beide Vorhaben benötigten Fläche – nicht nur für die Herstellung von Komponenten, sondern auch fürs Lagern von Ersatzteilen, sagt Pressesprecher Rudi Stassek. Im Werk soll die Halle 6 (44 000 Quadratmeter) frei gemacht werden, um Platz für die E-Motor-Produktion zu schaffen. Start im Frühjahr 2012 Die Stadt Baunatal arbeitet zurzeit an den baurechtlichen und verkehrstechnischen Voraussetzungen für die VW-Expansion.

Ab Sommer will Volkswagen auf dem Dreieck zwischen Wolfsburger und Guntershäuser Straße bauen. Die Logistikstation, intern Cross Dock genannt, soll im zweiten Quartal 2012 den Betrieb aufnehmen.

„Wir müssen Druck machen“, sagt Bürgermeister Manfred Schaub, weil VW sein Vorhaben früher umsetzen wolle als anfangs vorgesehen. Der Bebauungsplan Heisterhagen, so der Name der Gemarkung zwischen Kirchbauna und Rengershausen, solle deshalb bis Mai fertig sein.

Die privaten Grundstücke auf dem Dreieck zwischen Wolfsburger und Guntershäuser Straße hatte die Stadt erworben und an die Autobauer weitergereicht – eine Fläche von 14 Hektar. Überwiegend habe man den Eigentümern Ersatzland besorgt, so Bürgermeister Schaub. Etwa ein Drittel des Areals, 45 000 Quadratmeter, wird das Logistikzentrum beanspruchen. Zurzeit würden „die Baumaßnahmen synchronisiert“, sagt Schaub.

 Dabei geht es vor allem um die Wolfsburger Straße, die am Abzweig der Zwickauer Straße einen Kreisel erhalten soll. Auch eine Linksabbiegespur aus Richtung Westen (Autobahn 49) zu dem neuen VW-Komplex steht in Rede.

Ver- und Entsorgungsleitungen müssen verlegt werden. Bei der Entwässerung setzt die Stadt auf die Nutzung des vorhandenen großen Regenrückhalts nahe der Firma Rudolph. Im Rathaus kalkuliert man mit Kosten von 600 000 Euro für den Kreisel. Für den weiteren Straßenbau wird die Summe nicht reichen. Alles zusammen dürfte eine Million Euro kosten. (ing)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.