Gemeindevertretung entscheidet Ende Januar über Feuerwehrgerätehaus als möglichen Standort

Wunsch nach einem Museum

Möglicher Museumsstandort: Das Feuerwehrgerätehaus in Heckershausen, das nach dem Neubau einer zentralen Wache von der Wehr nicht mehr benötigt wird. Foto: Kisling

Ahnatal. Es wird ernst für den Geschichts- und Heimatverein Ahnatal: Bei der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag, 27. Januar, werden die Kommunalpolitiker über ein eventuelles Geschichtsmuseum im Feuerwehrgerätehaus Heckershausen entscheiden. Für den Verein, der im November 2010 gegründet wurde, ist diese Entscheidung richtungsweisend. „Ein Scheitern wäre ein herber Schlag für uns“, gesteht der Vorsitzende Rolf Mantel.

Seit Frühjahr 2010 können platzbedingt bereits keine Exponate mehr entgegengenommen werden. Die Folge: Viele historisch wertvolle Güter werden von Privatpersonen entsorgt. In der heimatkundlichen Sammlung in Heckershausen sind die Exponate bereits jetzt zusammengepfercht, eine Ausstellung in den beengten Räumen ist nicht möglich.

„Wir haben viele besondere Exponate, und die Ahnataler Bürger wollen ein Geschichtsmuseum“, betont Mantel. 2700 Exponate, 2450 Bilder und Dias sowie 72 CDs könnten somit einen neuen Lagerungsraum finden und der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Wenn da nicht die Kosten wären. Eine Summe von 30 000 Euro käme auf die Gemeinde für einen Umbau zu, allerdings bestünde die Möglichkeit, vom Landkreis einen Zuschuss von 50 Prozent zu bekommen. Geld vom Geschichts- und Heimatverein ist nicht zu erwarten. „Wir sind ein junger Verein und fangen mit null Euro auf dem Konto an“, erklärt Mantel.

Eine schriftliche Zusicherung der hessischen Kultusministerin für eine Unterstützung ist zwar gegeben, doch wann diese finanzielle Hilfe eintrifft, ist ungewiss. Kosten kämen auf die Gemeinde aber auf jeden Fall zu. Aufgrund des klammen Haushalts wollte man sparen, nun müsste man investieren.

Ungewiss scheint auch die langfristige Perspektive des Museums. Deshalb will der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde am Donnerstag, 20. Januar, das Konzept bei einer Ortsbesichtigung prüfen. Hintergrund ist die Anfrage der CDU-Fraktion zu einem Nutzung- und Finanzierungskonzept.

Der Gemeindevorstand hat unterdessen bereits seine Empfehlung für den Umbau abgegeben. Sollte der Antrag bewilligt werden, würde es frühestens im Sommer dieses Jahres zur Einweihung kommen. Eine erste Ausstellung könnte wohl gegen Ende des Jahres präsentiert werden.

DAS SAGEN ...

Von Tobias Kisling

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