Fünfjähriger aus Vollmarshausen war stundenlang verschwunden – Familie glücklich

Yannik ist wieder da

Glücklich vereint: Yannik (rechts) mit seinen Eltern Marina und Eik Held und seiner Schwester Alina (10). Foto: Wohlgehagen

Lohfelden. Ende gut, alles gut: Der vermisste fünfjährige Schüler aus Vollmarshausen ist wieder zu Hause. Gut fünf Stunden nach dem Schulschluss konnte Marina Held ihren Sohn Yannik noch am Montag im Hause eines Schulkameraden wieder in die Arme nehmen.

Die von der Polizei eingeleitete Suchaktion, an der neben den Sicherheitskräften und einem Hubschrauber auch die Freiwillige Feuerwehr Lohfelden beteiligt war, wurde gegen 17 Uhr abgebrochen. Wie sich herausstellte, war der Grundschüler zu einem Klassenkameraden mit nach Hause gegangen, ohne sich an den mit seiner Mutter vereinbarten Treffpunkt zu halten. Marina Held hatte den Jungen daraufhin auch mit ihrer Tochter und Bekannten im ganzen Ort vergeblich gesucht und ihn gegen 15 Uhr als vermisst gemeldet. Die Suche der Einsatzkräfte und die Aufrufe im Rundfunk liefen längst auf Hochtouren, als die Mutter den entscheidenden Hinweis erhielt: Ein fünfjähriges Mädchen hatte Yannik mit seinem Schulfreund gesehen.

„Ich bin vor Glück in Tränen ausgebrochen, als ich mein Kind nach fünf Stunden wieder in den Arm nehmen konnte“, sagte Marina Held der HNA. Bis dahin habe sie Stunden des „Bangens, Betens und Hoffens“ überstehen müssen. Was war genau passiert?

„Wir treffen uns immer auf der Hälfte des Schulweges“, sagte die überglückliche Mutter, am Montag sei Yannik aber nicht gekommen. Sie habe danach, panisch vor Angst, in der Schule, überall im Dorf und schließlich auch auf Feldwegen nach ihrem Sohn gesucht. Als der Junge immer noch nicht aufgetaucht war, habe sie schließlich die Polizei verständigt. Die Beamten und die Freiwilligen Feuerwehr suchten in Vollmarshausen, vor allem in den Schulgebäuden, am kanalisierten Wahlebach und am Heupelparkplatz, nach dem vermissten Grundschüler. Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera kreiste über dem Ort und dem angrenzenden Waldgebiet. Die Bewohner wurden über Lautsprecher um Mithilfe gebeten. All das konnte keinen Erfolg haben.

„Die Polizei hat alles getan, was nötig ist, wenn ein Kind vermisst wird“, sagte die Leiterin der Grundschule Vollmarshausen, Brigitte Bergmann. Die Lehrer und Mitschüler seien erleichtert gewesen, dass Yannik wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt ist. Marina und Eik Held haben Yannik klargemacht, dass er künftig auf seine Mama warten und fragen muss, wenn er mit einem Freund spielen möchte. Es sei nicht vorrangig wichtig, warum man sie nicht früher benachrichtigt habe. „Wir sind einfach nur glücklich, dass unser Kind wieder bei uns ist“, sagten die Eltern.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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