Firma Rappe in Sandershausen hat Defibrillator angeschafft, der vor plötzlichem Herztod schützen soll

Zahnlabor als Rettungsanker im Quartier

Sie können sofort helfen, wenn das Herz aussetzt: Zahntechnikerin Stefanie Schmerer und ihr Chef René Gerhold. Foto: Dilling

Niestetal. Der Tod kann für schwer herzkranke Patienten sehr plötzlich kommen. In den meisten Fällen ist ein sogenanntes Herzflimmern die Ursache. Dieses ereignet sich häufig so unverhofft, dass medizinische Hilfe nicht mehr rechtzeitig kommt. Im relativ unübersichtlichen Gewerbe- und Wohnquartier zwischen Grünstraße und Speeler Weg in Sandershausen gibt es nun einen Rettungsanker für Herzpatienten: Die Firma Zahntechnik-Rappe an der Richard-Wittich-Straße hat einen Defibrillator angeschafft.

Das 1300 Euro teure mobile Gerät kann mithilfe starker Stromstöße das Herz wieder in Gang setzen. Mitgeschäftsführer René Gerhold und einige Mitarbeiter des 60 Beschäftigte zählenden Unternehmens haben sich in der Bedienung des Geräts von der Größe eines Bohrmaschinenkoffers und in Wiederbelebungstechnik ausbilden lassen. „Wir haben im Unternehmen selbst drei Mitarbeiter, die an Herzproblemen leiden“, sagte Gerhold. Auch das Vorbild der Stadt Vellmar, die eine Kampagne zur flächendeckenden Versorgung mit Defibrillatoren gestartet hat, habe zur Entscheidung für einen Kauf des Geräts beigetragen, erklärte der Geschäftsführer.

Das Gerät sei für alle da, die im Umkreis der Firma Rappe während der Geschäftszeiten plötzlich heftige Herzbeschwerden bekommen. Wegen der Sorge vor Vandalismus weist aber vor dem Gebäude nur ein Schild auf das Notfallgerät hin. Dieses steht innerhalb des Hauses bereit. (pdi)

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