Obervellmarer Grundschüler lernten während der Projektwoche spezielle Tricks

Zauberhafter Unterricht

Aufmerksam: Zauberer Casablanca bringt den Kindern Lisa (von links), Steffen und Sinem magischen Tricks bei.

Vellmar. Für 240 Jungen und Mädchen der Grundschule Obervellmar hatte der Unterricht nach den Osterferien im wahrsten Sinne des Wortes zauberhafte Elemente. Hatten sie doch einen professionellen Zauberer zu Gast, der ihnen während einer Projektwoche einige spektakuläre Kunststücke beibrachte, bei denen die üblichen Hausaufgaben in den Hintergrund traten.

„Oft wird es als vergeudete Zeit angesehen, wenn Kinder zaubern lernen. Doch dahinter steckt ein tieferer Sinn“, erklärt Rudolf Hofmann, alias „Zauberer Casablanca“. Es gebe viele Gründe, die für die Zauberei sprechen, meint der 62-jährige, der bundesweit in über 4000 Schulen als pädagogischer Magier aufgetreten ist.

Die Zauberei fördere das Selbstbewusstsein, die Feinmotorik, die Teamfähigkeit und den sozialen Umgang der Kinder untereinander, weil sie in gemischten Gruppen auf gegenseitige Hilfe und Unterstützung angewiesen seien. Darüber hinaus fördere es die Ausdauer und das Durchhaltevermögen der sechs- bis zehnjährigen Grundschüler.

Eine ganze Woche lang sahen die Schüler dem Zauberer aus Wipperfürth über die Schulter, lernten Tricks mit Seilen, Karten, Kugeln, Becher, Streichhölzern und anderen Gegenständen. Und als Hausaufgabe waren Zauberübungen angesagt, denn nur perfekte Fingerfertigkeit, lässt auch die Illusion gut aussehen.

„Eine Erfahrung, welche die Kinder ihr Leben lang nicht vergessen werden“, sagt Rudolf Hofmann, während er die Schüler mit einem weiteren Trick begeistert. Das hier gezaubert wird, sei nur Mittel zum Zweck. Vordergründig gehe es um Motivationstraining, Konzentration und Ausdauer, was auch im täglichen Schulunterricht gefordert werde.

Am Ende der Woche traten die Kinder dann mit ihren neuen Fähigkeiten in gemischten Gruppen in ihren Klassenzimmern vor Publikum auf und präsentierten, was sie mit Fleiß und Ausdauer während der Projektwoche gelernt hatten.

Dass die Kinder mit Feuereifer bei der Sache waren, kann der Zauberer nur bestätigen. „Sie waren ebenso begeistert, wie die Lehrkräfte, die mich unterstützt haben“, sagt der Meister der Manipulation.

„Von der Zauberei konnte ich gar nicht genug bekommen“, sagt Lisa aus der Klasse 4b. Sie war fasziniert von dem Trick, bei dem der Zauberer ein lebendes Kaninchen aus dem Zylinder holte.

Für den zehnjährigen Jasper war Zaubern interessanter als Schulunterricht. „Ich wusste gar nicht, was man mit einem Seil alles anstellen kann“, sagt er. Das hat Jasper dann auch selbst bei der Schlussveranstaltung gezeigt, bei der auch viele Eltern zugesehen haben.

Von Werner Brandau

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