Nach Verkehrsunfall zwischen Holzhausen und Rothwesten

Busfahrer half nicht mit Feuerlöscher: Zeugen werden befragt

Fuldatal / Immenhausen. Im Fall des Busfahrers, der sich im Dezember auf der Strecke zwischen Immenhausen-Holzhausen und Fuldatal-Rothwesten weigerte, nach einem Unfall einen Feuerlöscher herauszugeben, werden laut Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch in den kommenden Tagen die Zeugen des Vorfalls angehört.

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Der Busfahrer hatte nach Darstellung des Ersthelfers Moritz Bunnemann aus Kassel angegeben, keinen Feuerlöscher an Bord zu haben und sei weitergefahren, obwohl aus dem VW Polo, der vor einen Baum gekracht war, bereits Rauch aufstieg. Der Busfahrer gab an, er habe sich durch das Verhalten Bunnemanns bedroht gefühlt, denn dieser habe sich vor dem Bus aufgebaut und mit einem Gegenstand gegen die Scheibe geschlagen.

Der Vorfall ereignete sich, nachdem Bunnemann den verletzten 34-jährigen Fahrer aus seinem VW Polo gezogen hatte, bevor der Wagen in Flammen aufging und ausbrannte. Erst die nach zehn Minuten eintreffende Feuerwehr löschte den Brand. Der Verletzte kam in ein Krankenhaus.

Staatsanwaltschaft prüft

Wie Jungnitsch am Dienstag auf HNA-Anfrage erklärte, seien die Zeugen zur Anhörung vorgeladen. Die Ergebnisse der Befragung würden voraussichtlich kommende Woche an die Staatsanwaltschaft Kassel zur rechtlichen Prüfung übergeben. „Sie wird dann entscheiden, ob ein Ermittlungsverfahren wegen unterlassener Hilfeleistung eröffnet wird.“ (nis)

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