Sonnen- und Windkraftprojekte in Baunatal

Ziel: Energie-Ernte für alle

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Fotovoltaik in Baunatal: Das Foto entstand an der Anlage des Möbelhauses Krug an der Fuldastraße im Gewerbegebiet Hertingshausen.

Baunatal. Die Energiewende ist in aller Munde. Baunatal ist mit voller Kraft dabei. Zumindest zog Stadträtin Silke Engler (SPD) während einer Bürgerversammlung über erneuerbare Energien eine glänzende Bilanz des bisher Erreichten und kündigte neue Projekte an.

Das Thema scheint allerdings dem Baunataler Normalbürger nicht sonderlich auf den Nägeln zu brennen. Es kamen – geschätzt – nur gut 60 Besucher, darunter zahlreiche Baunataler Kommunalpolitiker. Engler zählte die Erfolgsbilanz der Stadt und Etappenziele auf: Hohe Energetische Standards im Baugebiet am Obersten Heimbach, über zwei Millionen Euro Zuschüsse für Fotovoltaikanlagen und Sonnenkollektoren. Eine neue, private Biogasanlage am Ortsrand von Großenritte, welche die Kulturhalle versorgt. Ein 33 Kilometer langes Fernwärmenetz, das saniert und weiter ausgebaut werden solle.

In den vergangenen zehn Jahren seien schätzungsweise 100 Mio. Euro für erneuerbare Energien investiert worden, sagte Stadtverordnetenvorsteher Peter Lutze. Und demnächst sollen laut Engler alle von der Windkraft profitieren. Für den am Schwengeberg geplanten interkommunalen Windpark sei „eine Bürgerenergiegenossenschaft zwingend notwendig, damit eine Beteiligung unabhängig vom Geldbeutel für alle möglich wird“, sagte sie. Außerdem prüfe man derzeit, ob Mini-Windräder auf dem Rathaus und an anderen Stellen Baunatals möglich seien.

Kritik an diesem Kurs kam nur vereinzelt auf, Engler wies diese zurück. Windkraftanlagen bedeuteten einen „gewaltigen Eingriff in den Wald“, Biogasanlagen verstärkten das Hungerproblem in der Welt, von der Fotovoltaik profitierten fast nur noch die Chinesen, meinte Klaus Mengel aus Baunatal. Besucher Willi Volmar widersprach. Man solle nicht so sehr auf Profit achten. Es gehe darum „für unsere Kinder und Enkel etwas Gutes zu tun“, sagte er. Der Trend zu erneuerbaren Energien werde sich nicht aufhalten lassen, zumal die Technik immer effizienter werde. (pdi)

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