Ziel: Lebensqualität sichern

Land fördert Stadtumbau „Westliches Meißnerland“ mit 285.000 Euro

Engagiertes Gespräch: Nach der Übergabe des Förderbescheids nutzten Wirtschaftsminister Florian Rentsch (links) und Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß (rechts) die Gelegenheit für einen Gedankenaustausch zur A 44-Planung. Auch Jürgen Herwig, Bürgermeister von Hessisch Lichtenau (Mitte), beteiligte sich am Gespräch. Foto: Schindler

Kaufungen/Helsa. Das Land Hessen fördert den Stadtumbau „Westliches Meißnerland“ im laufenden Jahr mit 285 000 Euro. Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP) übergab am Donnerstag in Kaufungen den Förderbescheid.

Mit dem Zuschuss werden Investitionen in Höhe von 400 000 Euro in den fünf Kommunen Kaufungen, Helsa, Hessisch Lichtenau, Großalmerode und Waldkappel möglich. Die fünf Orte arbeiten seit 2005 in der kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Westliches Meißnerland“ zusammen.

Wirtschaftsminister Florian Rentsch in Kaufungen

Mit dem Fördergeld soll in Kaufungen die Freifläche des Bürgerhauses neu gestaltet, in Waldkappel der Kirchplatz umgebaut und aufgewertet werden.

„Wir freuen uns, dass ein Kaufunger Kind ein Ministeramt bekleidet“, so begrüßte Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß (SPD) den Minister im Rathaus – Rentsch ist in Kaufungen aufgewachsen, sein Vater lebt in der Lossegemeinde.

„Mit dem Programm möchten wir die nordhessischen Kommunen dabei unterstützen, die Lebensqualität auf dem Land nachhaltig zu sichern“, sagte der Minister. Er würdigte die Zusammenarbeit der Kommunen über Kreisgrenzen hinweg, dies sei vorbildlich. Anders als sonst üblich, agierten die Verwaltungen in der Arbeitsgemeinschaft mit einem gemeinsamen Ziel. „Für uns als Land ist es eine zentrale Frage, wie wir es schaffen, Kommunen zu mehr Zusammenarbeit zu bewegen“, sagte Rentsch.

Keine Selbstverständlichkeit

„Diese Kooperation ist keine Selbstverständlichkeit“; sagte auch Jürgen Herwig, Bürgermeister von Hessisch Lichtenau und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft. Man arbeite eng und konstruktiv zusammen. So habe man den Umbau und die Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses in Helsa-Wickenrode nach internen Gesprächen vorgezogen. In den vergangenen sieben Jahren habe man die Infrastruktur in den fünf Kommunen nachhaltig verbessert. „Ohne diese Fördermittel hätten wir das nicht tun können“, sagte Herwig. Das Kasseler Planungsbüro akp habe dabei sehr gute Arbeit geleistet.

Von 2005 bis 2012 hat die Arbeitgemeinschaft Westliches Meißnerland insgesamt knapp 2,8 Millionen Euro aus dem Stadtumbau-Programm erhalten.

„Das Förderprogramm läuft weiter“, versicherte Minister Rentsch. Mit dem Bund sei man in Verhandlungen; die Gespräche seien wegen der hohen Verschuldung der öffentlichen Haushalte nicht einfach.

Neben den Verwaltungschefs aus Kaufungen und Hessisch Lichtenau waren Vertreter aus Helsa (ehrenamtliche Beigeordnete Brigitte Kunert), Großalmerode (Bürgermeister Andreas Nickel) und Waldkappel (Bürgermeister Reiner Adam) ins Kaufunger Rathaus gekommen, um den Förderbescheid entgegenzunehmen.  

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