Sozialpädagogin Kerstin Weimann will Jugendgottesdienst im Vellmarer Gesamtverband reformieren

Ziel: Mehr Schwung in die Kirchen

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Voller Elan: Kerstin Weimann möchte die Kirche für Jugendliche attraktiver machen.

Vellmar. Kräftig mit anfassen möchte Kerstin Weimann in der kirchlichen Jugendarbeit in Vellmar. Seit September ist die Diplom-Sozialpädagogin gemeinsam mit Britta Korinth im Gesamtverband der evangelischen Kirchen in der Ahnestadt für das Freizeitangebot der Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren verantwortlich.

Bis Ende 2012 teilte sich das Ehepaar Korinth eine ganze Stelle im Bereich der kirchlichen Jugendarbeit. Doch Jugenddiakon Carsten Korinth nahm inzwischen eine neue Herausforderung beim Kasseler CVJM an und so wurde eine halbe Stelle vakant. Sehr schnell entschieden sich die evangelischen Kirchen für Kerstin Weimann, die sich durch Weiterbildung zur Kinder- und Jugendberaterin qualifizierte.

„Wir werden uns die Arbeit teilen“, sagt die 36-Jährige, die künftig für Gruppen und Projekte, Jugendgottesdienste, Freizeiten und einen neu zu gründenden Teamtreff verantwortlich zeichnet. Das Erfolgsprojekt Ten Sing bleibt weiterhin in der Zuständigkeit von Sozialpädagogin Britta Korinth, die sich auch weiterhin um die Schulung ehrenamtlicher Mitarbeitern kümmern wird.

„Ich möchte interessante und sinnvolle Freizeitangebote mit kirchlichem Interesse zusammenführen und als zeitlich befristete Projekte anbieten“, kündigt die Vellmarerin Weimann an. Beim Teamtreff, der einmal monatlich stattfinden wird, will Weimann die zwölf- und 13-jährigen Jungen und Mädchen an Kirche und Glauben heranführen.

Auch den Konfirmandenunterricht in der evangelischen Kirche Vellmar-Mitte, wo die Pfarrstelle durch das altersbedingte Ausscheiden des bisherigen Gemeindepfarrers Wolfgang Bennefeld derzeit noch vakant ist, gestaltet die junge Frau bereits.

Kreativwerkstatt

„Mit einer Kreativwerkstatt, einem Fotoprojekt und vielen attraktiven Freizeitangeboten, die von den Jugendlichen selbst angeregt und ausgesucht werden, wollen wir der Vellmarer Jugendarbeit neuen Schwung geben“, sagt Weimann. Natürlich sollten auch kirchliche Werte vermittelt werden, doch diese stünden bei der Jugendarbeit nicht unbedingt im Vordergrund.

Um Gottesdienste für Jugendliche attraktiver zu gestalten, schlägt die Sozialpädagogin vor, diese nicht in der Kirche, sondern in anderen Räumen mit anderem Ambiente und auch zu anderen Zeiten anzubieten. Auch der Schwerpunkt des Gottesdienstes sollte nicht auf der klassischen Predigt liegen. Vielmehr sollten es Themen sein, die Jugendliche in ihrer Lebenswelt ansprechen. Das sei zwar keine leichte Aufgabe, aber wert, es zu versuchen.

Von Werner Brandau

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