In den Fuldaauen in Bergshausen wurde für 3000 Euro ein Bouleplatz gebaut

Im Ziel sitzt ein Schweinchen

Erstes Spiel auf der neuen Bahn: Renate Muster (Mitte) erprobt mit den anderen Mitgliedern des VdK Ortsverband Bergshausen den neuen Bouleplatz. Foto: C. Hartung

Fuldabrück. Eines machen Boule-Neulinge fast immer falsch, weiß Renate Muster aus Fuldabrück: „Sie greifen die Kugel von unten wie beim Kegeln.“ Vielmehr müsse man den schweren kleinen Ball von oben packen, genau zielen und schließlich mit Schwung nach vorne werfen.

Zum ersten Mal spielte Renate Muster mit den anderen Mitgliedern des VdK-Ortsverbands Bergshausen auf dem neuen Bouleplatz in den Bergshäuser Fuldaauen. Der Platz wurde jetzt in einer kleinen Feierstunde von Bürgermeister Dieter Lengemann eröffnet. 3000 Euro hat die Gemeinde für den neuen Platz ausgegeben.

Den Wunsch nach einer Boulebahn hegten die Mitglieder des VdK bereits seit über einem Jahr. „Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, die Menschen nach draußen zu locken“, erläuterte Hans-Günter Franke, Vorsitzender des VdK Bergshausen. Daraufhin sei die Idee entstanden, Boule anzubieten. „Denn das ist eine Betätigung, die jeder machen kann, sogar wenn man im Rollstuhl sitzt.“

So fand im August vergangenen Jahres das erste Boulespiel in den Fuldaauen statt - damals stand jedoch lediglich ein kleiner Schotterplatz zur Verfügung.

Trotz mäßiger Bedingungen fand das gesellige Kugelspiel derart großen Anklang, dass sich die Mitglieder seitdem jeden Montagnachmittag zu einem Spielchen trafen.

Ein Jahr später sieht das Ganze nun auf der Bahn richtig professionell aus. Zuerst wird eine kleine hölzerne Zielkugel auf eine beliebige Stelle der Bahn geworfen. Boulespieler nennen sie salopp „das Schweinchen“.

Anschließend wirft jeder Spieler seine schweren Boulekugeln aus Stahl, die im besten Fall ganz dicht am Schweinchen landen. Denn am Ende gewinnt derjenige das Spiel, der seine Kugeln besonders nah an der kleinen hölzernen Kugel platziert.

„Das Spiel ist reine Glückssache“, findet Elisabeth Stangor. Sie ist mit 94 Jahren älteste Boulespielerin im VdK und bei jedem Spieltag dabei. „Wenn man die Kugel von oben greift und einigermaßen zielt, dann klappt das richtig gut.“

Von Carolin Hartung

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