Heimatmuseum in Hohenkirchen erinnert an Kerbschnitt und Tabakverarbeitung

Zigarrenformen aus der Kellerbar

Mit und ohne Inhalt: Die Formen für Zigarren im Heimatmuseum stammen von Udo Wollrath aus Hohenkirchen. Fotos:  Wienecke

Espenau. Das Musterbrett für Kerbschnitt aus der Zeit um 1900, das die Familie Goßmann dem Heimatmuseum in Hohenkirchen überließ, erinnert an eine Schnitzkunst der damaligen Zeit. Ornamente wurden dabei mit scharfen Messern in das Holz geschnitten oder ausgestochen.

Auch Udo Wollrath aus Hohenkirchen hat dem Museumsleiter Siegfried Lange vor zwei Jahren einige Exponate vorbeigebracht. „Ein Freund sagte mir, die suchen so etwas“, erzählt er. Neben einem Dreschflegel und einer Kiepe zum Tragen gehören Zigarrenformen, die wahrscheinlich aus Witzenhausen stammen, dazu. „Ich habe sie auf einem Flohmarkt gefunden und zur Verschönerung meiner Kellerbar eingesetzt“, berichtet der 60-Jährige, der 33 Jahre lang eine Handelvertretung für Heimtextilien führte.

„Ich war beruflich bis zu 90 000 Kilometer im Jahr unterwegs, habe nebenbei nach Gegenständen zur Dekoration Ausschau gehalten und überall etwas gefunden“, sagt er. „Meine Frau meint, das wäre typisch Jäger und Sammler“, ergänzt er.

Udo Wollrath hat in eine der Formen echte Zigarren hineingeklebt. So könne man gleich erkennen, wofür die Formen verwendet wurden, erläutert er. „In der Nähe von Heidelberg wird außer Spargel heute noch Tabak angebaut“, fügt er hinzu.

Das Heimatmuseum Espenau in Hohenkirchen, Am Kirchberg 4, ist jeden ersten Sonntag im Monat von 14.30 bis 17.30 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt ist frei. Kontakt: Siegfried Lange, Tel. 05673/7916.

Von Bettina Wienecke

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