Maximal 21 Premium-Hotels sollen für Grimm-Jubiläum 2013 werben

Zimmer für Frau Holle

Bezüge zum Märchen: Verstärkt an den diversen Märchenfiguren der Brüder Grimm - wie hier der Frau Holle auf einer Werbepostkarte -wollen die Premium-Hotels ihre Angebote im Blick auf das Jubiläumsjahr 2013 ausrichten. Foto: Verein Deutsche Märchenstraße / nh

Kreis Kassel. 200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm - das soll 2013 gebührend gefeiert werden. Für den Verein Deutsche Märchenstraße mit Sitz in Kassel Anlass genug, „so viele Angebote wie möglich entlang der Märchenstraße zu schaffen“, betonte Geschäftsführer Benjamin Schäfer jetzt in einer Pressekonferenz. Denn bis nach Japan und China reicht der Einzugsbereich für die weltweite Vermarktung.

Eine große Jubiläumsausstellung in Kassel soll als „Anker“ Besucher aus aller Welt an die Märchenstraße locken. „Das soll in der Dimension vergleichbar sein mit der König-Lustik-Ausstellung in Kassel von 2008 “, sagte Schäfer. Um dieses Großereignis herum sollen weitere Angebote entwickelt werden. So plant der Rotary Club aus Baunatal in Verbindung mit anderen Clubs eine Grimm-Lesereise durch Schulklassen entlang der Märchenstraße von Hanau bis Bremen.

Dabei sollen die Grimms nicht Selbstzweck bleiben. „Wir wollen das Vermächtnis pflegen, aber auch Kapital daraus schlagen“, sagt Schäfer. Daher wird die Kooperation mit Hotels, Freizeitparks und anderen Einrichtungen an der Route intensiviert. Ein zentrales Projekt dieser Vermarktungsstrategie soll die „Premium-Partnerschaft“ mit hochwertigen Hotels werden. Maximal 21 Premium-Partner soll es geben, sechs sind schon im Boot - das Waldhotel Schäferberg in Espenau, das Schlosshotel Waldeck am Edersee, das Hotel Gude in Kassel, das Maritim-Hotel in Bad Wildungen, die Trendelburg und die Sababurg. Die Deutsche Märchenstraße „als kulturhistorische Qualitätsmarke zu positionieren“, wird dazu im Vertragsentwurf als ein zentrales Ziel für die Zusammenarbeit formuliert.

Thematische Bezüge

Wie eine solche Kooperation der Hotels mit dem Verein Deutsche Märchenstraße inhaltlich aussehen könnte, verdeutlichte Helmut Wenzel, Besitzer des Waldhotels Schäferberg: Märchenhafte Aspekte und thematische Bezüge zu den Grimms müssten sich in der Gestaltung der Premium-Partner-Hotels „als Flaggschiffe der Märchenstraße“ wiederfinden. Da reiche es nicht, auf der Speisekarte ein „Schnitzel Rotkäppchen“ anzubieten. Optisch sichtbar müsse auf die Märchen verwiesen werden. Zum Beispiel durch die Gestaltung entsprechender Zimmer in den Hotels nach Märchenfiguren. Gerade auch dann, wenn wie in Espenau viele Familien mit Kindern ins Hotel kämen.

Von Stefan Wewetzer

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