Interview: Bürgermeister Andreas Siebert zu den Kulturtagen

Zufrieden mit Resonanz

Niestetal. Mal abgesehen von dem bereits ausverkauften Auftritt von „Tatort“-Star Jan Josef Liefers, der im Oktober über die Bühne gehen wird, sind die Niestetaler Kulturtage Geschichte. Über die Veranstaltungsreihe sprachen wir mit Bürgermeister Andreas Siebert (SPD).

Herr Siebert, in diesem Jahr hat die Gemeinde Niestetal für die Kulturtage sechs Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Wie fällt die Bilanz aus?

Andreas Siebert: Die Bilanz fällt gut aus. Ich bin mit den Besucherzahlen durchaus zufrieden. Zwar haben wir rund 300 Karten weniger verkauft als im letzten Jahr, das hat aber damit zu tun, dass das Oldie-Meeting in 2010 unzählige überregionale Besucher angelockt hat. Also nicht vergleichbar mit der NDW-Party am vergangenen Freitag, zu der wie erwartet vorrangig Niestetaler kamen. Der verschobene Auftritt von Jan Josef Liefers am 2. Oktober war übrigens schon nach kurzer Zeit ausverkauft.

Wie viel lässt sich die Gemeinde die Kulturtage kosten?

Siebert: Das richtet sich immer danach, wie viele Karten wir verkaufen. Wie auch im vergangenen Jahr gehen wir von rund 50 000 Euro aus, die uns die Kulturtage unter dem Strich kosten werden.

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe im Jahr 2009 war die Publikumsresonanz eher mäßig. Wie fällt dazu im Vergleich das Jahr 2011 aus?

Siebert: Wie schon gesagt: Ich bin mit den Besucherzahlen zufrieden. Im ersten Jahr hatten wir noch 800 Karten verkauft. Mittlerweile scheint sich die Zahl der verkaufen Tickets bei 1500 bis 1800 einzupendeln.

Das Springmaus Improvisationstheater, Julia Neigel, eine Neue-Deutsche-Welle-Party, Varieté und eben Jan Josef Liefers - aber kein inhaltlicher Schwerpunkt..

Siebert: Die bunte Mischung aus Comedy, Theater, Musik und Artistik ist durchaus beabsichtigt, um möglichst viele kulturelle Interessen zu bedienen.

Im Landkreis Kassel gibt es allerorten Festivals. Als Beispiele kann man den Kultursommer in Baunatal und den in Vellmar sowie die Espenauer Kulturtage nennen. Warum braucht es da zusätzlich noch ein weiteres Programm in Niestetal?

Siebert: Die Gemeindevertretung hat Ende 2007 beschlossen, erstmals für 2009 ein Kulturprogramm zusammenzustellen, um das kulturelle Angebot in Niestetal zu erweitern. Zwar bewerben wir die Kulturtage Niestetal auch überregional, wollen aber vordergründig unser Niestetaler Publikum ansprechen. Dass uns das gelingt, zeigen die Vorverkaufszahlen. Denn rund 70 bis 80 Prozent der Karten werden im Rathaus gekauft.

Zum Auftritt von TV-Star Ottfried Fischer in Baunatal kamen unlängst nur 150 Zuschauer. Kannibalisieren sich die Festivals gegenseitig?

Siebert: Das glaube ich nicht. Die Kulturveranstaltungen im Großraum Kassel sind in der Regel gut besucht. Die geringe Nachfrage in Ihrem Beispiel hat aber vermutlich andere Gründe. Bei der Festlegung der Veranstaltungstermine sprechen wir uns insbesondere mit Baunatal und Vellmar ab, um uns nicht gegenseitig Konkurrenz zu machen.

Wird es auch im kommenden Jahr Kulturtage in Niestetal geben?

Siebert: Ja. Bis auf wenige Details steht das Programm 2012 bereits fest. Im Dezember werden wir voraussichtlich mit dem Kartenverkauf beginnen.

Von Peter Ketteritzsch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.