Bilanz der Badesaison im östlichen Altkreis: Besucherrekord in Lohfelden, Probleme in Helsa und Niestetal

Zufriedenheit hier, Sorgen da

Null Betrieb: Sieht so die Zukunft des Freibads in Helsa aus? Ob es im kommenden Jahr geöffnet wird, ist ungewiss. Archivfoto: Schindler

Kreis Kassel. Die letzten warmen Sonnenstrahlen sind passé, der Sommer ist gelaufen – Zeit für eine Bilanz der Badesaison im Altkreis Kassel.

Die Situation in den vier Freibädern im Kasseler Osten ist recht unterschiedlich. Während hinter der Zukunft des Helsaer Freibads ein großes Fragezeichen steht, konnte das frisch renovierte Lohfeldener Schwimmbad im August einen Besucherrekord aufweisen.

Helsa

In der Lossegemeinde ist die Saison für Wasserratten eng begrenzt. Nur von Juni bis August dauert hier die Freibadsaison, denn die Sonne muss das Wasser erst erwärmen. Ob das auch im nächsten Jahr der Fall sein wird, ist offen. Denn zum einen fehlt der Gemeinde Helsa nach dem Rückzug der Gemeinde Kaufungen aus der gemeinsamen Finanzierung Geld, zum anderen müsste das Freibad dringend saniert werden.

„Wir haben ein Gutachten in Auftrag gegeben über den Investitionsbedarf in den kommenden zehn Jahren“, sagt Bürgermeister Tilo Küthe (SPD). Den Bedarf müsse man kennen, da Helsa möglicherweise den kommunalen Finanzrettungsschirm in Anspruch nehmen wolle.

Die Gemeinde strebe an, das Helsaer Freibad im nächsten Jahr wieder zu öffnen. „Wir müssen aber sehen, ob der Rettungsschirm uns das erlaubt“, sagt der Bürgermeister. Denn der Betrieb des Schwimmbads – eine freiwillige Leistung der Gemeinde – benötigt jedes Jahr einen Zuschuss von 60 000 Euro.

Niestetal

Von Ende Mai bis Mitte September war das Naturerlebnisbad in Sandershausen geöffnet. „Es wird von den Leuten sehr gut angenommen. Ein Großteil der Besucher kommt aus Kassel und den Nachbargemeinden“, sagt Gemeindesprecher Dennis Bachmann. Ende Juli musste das Naturbad für einige Tage geschlossen bleiben, da sich – nach etlichen Jahren ohne Probleme – wieder Keime im Wasser angesiedelt hatten.

Söhrewald

11 000 Badegäste verzeichnete das Waldschwimmbad in Wattenbach, etwa so viele wie im Vorjahr. „Durch die Vollsperrung der Landesstraße zwischen Wattenbach und Wellerode während der gesamten Sommerferien war das Waldschwimmbad für die Welleröder und Vollmarshäuser nur mit einem großen Umweg zu erreichen“, erläutert Betriebsleiter Stefan Weise.

Der Kiosk des Freibads ist in diesem Jahr neu verpachtet worden. Künftig soll das Bad in Richtung Familienbad ausgebaut werden. Dazu sollen weitere Spielgeräte angeschafft und mehr Schwimmkurse angeboten werden. Außerdem soll es häufiger Nachtschwimmen geben, sagt Weise.

Lohfelden

„Mit 73 000 Besuchern lagen wir in dieser Saison am unteren Durchschnitt“, sagt Lohfeldens Erster Beigeordneter Klaus Steffek. Aber im heißen August wurde ein neuer Rekord aufgestellt: 5130 Besucher kamen an einem einzigen Tag. Das Freibad wird nicht nur von den Lohfeldenern, sondern auch von vielen Besuchern der Nachbargemeinden genutzt. Außerdem diene es zahlreichen Schulen und Kitas der Umgebung als Sportstätte. Ein Höhepunkt der Saison war die Aktion Kirche im Freibad. KOMMENTAR

Von Patrick Kessler

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