Gemeinde verweist auf Schwierigkeiten bei Winterdienst

Bahnbrücke in Ihringshausen: Der Zugang für Fußgänger ist gesperrt

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Gitter vor der Treppe: Da der Übergang über die Bahntrasse zwischen Weddel und Kahnstraße gesperrt ist, müssen Fußgänger längere Umwege in Kauf nehmen.

Fuldatal. „Es ist doch noch gar kein richtiger Winter. Und gestreut werden musste auch noch nicht.“ Peter Müller ärgert sich, dass die Gemeinde die Fußgängerbrücke über die Bahntrasse zwischen den Straßen Weddel und Jahnstraße gesperrt hat.

Für alle, die vom Weddel in den Ortskern wollten, zum Beispiel zum Bäcker, sei die Sperrung eine deutliche Behinderung, sagt Müller. Denn der alternative Weg für Fußgänger führe im Westen über die Brücke Veckerhagener Straße auf der gebaut werde oder im Osten durch die Unterführung im Bereich der Kläranlage mit einem Umwegen von mehreren hundert Metern.

Aus diesem Grund ignorierten immer wieder Menschen die Absperrung, versuchten das Gitter abzurücken, sagt Müller, der wenige Meter vom Treppenaufgang Weddel wohnt. „Ich habe auch schon zwei ältere Damen über das Geländer klettern sehen.“

Auf einem laminierten Blatt, dass am Absperrgitter befestigt ist, informiert die Gemeinde über die Sperrung der Fußgängerbrücke. Gründe seien deren schlechte Bausubstanz und die Schwierigkeit, den Winter- und Reinigungsdienst von Dezember bis zum Frühjahr aufrechtzuerhalten.

Dies konkretisiert Uwe Vondermühl, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Ordnung, auf Anfrage. Im Winter seien Schäden an der Brücke schlechter zu erkennen. So sind zum Beispiel Teile von Stufen weggebrochen. „Wenn man die nicht sieht, kann es zu Unfällen kommen“, sagt Vondermühl.

Dass sich der Winter bisher nicht einstellte, sei nicht vorhersehbar gewesen. Und die Brücke kurzfristig immer wieder freizugeben oder zu sperren, sei zu aufwendig. Damit seien Mitarbeiter des Baubetriebshofs jeweils mehrere Stunden beschäftigt. Denn die Brücke hat zwei Zugänge über Treppen und einen weiteren an der Kahnstraße über eine lange Rampe. Außerdem gebe es für jede Sperrung einen Vorlauf von einer Woche, um zum Beispiel Schulen und Kindergärten zu informieren.

Der Winterdienst, um die Brücke auch bei Eis und Schnee offen zu halten, sei nicht leistbar. So müssten die Stufen per Hand von Schnee geräumt und anschließend ebenfalls per Hand von einem Mitarbeiter abgestreut werden. Letztlich gehe es darum, Unfälle zu vermeiden. Kämen Fußgänger zu Schaden, wäre die Gemeinde haftbar. Daher hoffe man auf Verständnis für die Sperrung in der Bevölkerung, sagt Vondermühl. (mic)

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