Literaturverein Ecke und Kreis Vellmar zog Jahresbilanz und stellte Programm vor

100 Zuhörer sind die Regel

Vellmar. Längst eine angesagte Adresse ist der 250 Mitglieder zählende Literaturverein Ecke und Kreis Vellmar, wenn es um Autorenlesungen geht.

Klangvolle Namen konnte der Verein auch im vergangenen Jahr vorweisen, unterstrich Katharina Engelhardt auf HNA-Anfrage bei der Vorstellung der Bilanz und sprach von einem „phänomenalen Jahr“.

Dazu gab es den Ausblick auf dieses Jahr. „Nie unter 100 Besucher“ sank laut Engelhardt die Marke im vergangenen Jahr. Im Gegenteil: Bei einigen der insgesamt zwölf Veranstaltungen - dazu kamen noch drei Lesungen, die in das Festival „Sommer im Park“ integriert waren - schossen die Besucherzahlen weit über die Hunderter-Grenze hinaus.

Gemeinderaum zu klein

Bei der Lesung des Schriftstellers Martin Mosebach, der eigentlich nur im Gemeinderaum des Kirchenzentrums Vellmar Stadtmitte lesen sollte, musste wegen des Besucherandrangs mit dem Einverständnis des Pfarrers der Raum durch Öffnen der Falttür bis in das Kircheninnere hinein erweitert werden.

Zur Lesung des Autors und Schauspielers Michael Degen zum Beispiel, der aus den Verfilmungen der Venedig-Krimis von Donna Leon bekannt ist, kamen 400 Zuhörer.

Zu Walter Kohl, dem Sohn des früheren Bundeskanzlers, der über sein schwieriges Verhältnis zum Übervater geschrieben hatte, strömten 250 Menschen. Dass das nicht zum Nulltarif zu haben ist, machte Engelhardt auch klar: Bei 1000 Euro Honorar inklusive Anfahrt und Hotel liegt in der Regel die Schmerzgrenze für die Bezahlung der Honorare.

Promis nicht zum Nulltarif

Nur bei ganz großen Namen greift der Literaturverein, der 2010 sein 25-jähriges Bestehen feierte, tiefer in die Tasche.

Muss doch das Geld unter anderem durch Eintrittsgelder der Literatur-Liebhaber wieder hereingeholt werden. ARTIKEL RECHTS

Von Stefan Wewetzer

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