Gemeindevertretung verschiebt Entscheidung zum Feuerwehrhaus Heckershausen

Zukunft weiter ungewiss

Streitobjekt: Soll das Feuerwehrhaus in Heckershausen verkauft werden oder wird es dem Geschichts- und Heimatverein überlassen, der dort ein Museum einrichten und seine Arbeit konzentrieren will? Darüber herrschen in der Gemeindevertretung unterschiedliche Auffassungen. Archivfoto: Schräer

Ahnatal. Erneut keine Lösung bei der Diskussion um das Feuerwehrhaus Heckershausen. Ein Antrag zum Verkauf des Gebäudes, dessen Wert auf 150 000 bis 200 000 Euro beziffert wird, wurde während der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag Abend vom Antragsteller Dietrich Groos (CDU) in den November verschoben.

Hintergrund ist ein anstehendes Gespräch der Fraktionsvorsitzenden mit dem Geschichts- und Heimatverein Ahnatal am 25. Oktober. „Ich möchte keine laufenden Gespräche unterbrechen“, erklärte Groos den Rückzug des Antrages. Dieser hatte vorgesehen, dass die Gemeinde schnellstmöglich die notwendigen Schritte zum Verkauf des Gebäudes einleitet.

Patt nach einem Jahr Streit

Der Geschichts- und Heimatverein möchte aus dem leer stehenden Haus ein Geschichtsmuseum machen. Da derzeit sowohl ein Antrag für ein Museum als auch ein Antrag für den Verkauf abgelehnt sind, herrscht weiterhin eine Pattsituation bei dem fast einjährigen Streitthema.

Unverständnis

Mit dem Rückzieher seines Antrags auf November stieß Groos auf Unverständnis der anderen Fraktionen. In vorheriger Sitzung hatte die CDU bereits einen Verkaufsantrag zurückgenommen. „Das Prozedere ist mir unverständlich. Wir hatten zwei Anträge, der eine wurde zurückgezogen, der andere verschoben. So kann keine Lösung erzielt werden“, kritisierte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Gerhard Rübenkönig.

Dietrich Groos wies den Vorwurfzurück, er würde mit dem Antrag zusätzliche Verwirrung verursachen. Als Grund für sein Einlenken führte er an, dass der Gesprächstermin mit dem Geschichts- und Heimatverein erst kurzfristig bekannt geworden sei. (ptk)

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