Söhre-Schulleiter Arno Scheinost ist seit 100 Tagen im Amt – Transparenz als Programm

Zurück zu den Wurzeln

Arno Scheinost

Lohfelden. Er ist 43 Jahre alt, treibt Sport und ist aktiver Bandmusiker: Der Pädagoge Arno Scheinost steht seit 100 Tagen an der Spitze der Söhre-Schule in Lohfelden, mit fast 1000 Schülern eine der drei Gesamtschulen im östlichen Altkreis Kassel.

Wie waren die ersten Wochen in der neuen Funktion? „Durchaus spannend, es gab täglich neue Situationen, die auch schnelle Entscheidungen erforderten“, sagt Scheinost. Er habe die Wochen vor den Ferien genutzt, um die 70 Lehrerkolleginnen und Kollegen, die Schüler und Schule kennenzulernen.

Was vielen vorher nicht bekannt war: Arno Scheinost kehrt nach zwölf Jahren Tätigkeit am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Alsfeld zu seinen Wurzeln zurück. Der heute verheiratete Vater einer fünfjährigen Tochter verbrachte seine Jugend in Lohfelden und lebte danach in Kassel. Das sei ein Grund dafür gewesen, sich hier zu bewerben. Außerdem bringe er einige Erfahrung von seiner Tätigkeit an der Gesamtschule in Hessisch Lichtenau mit, so der neue Söhre-Schulleiter.

Ganztagsprofil schärfen

Transparent zu arbeiten und alle an der Schulentwicklung zu beteiligen, das schwebe ihm im Grundsatz vor. „Mir ist wichtig, dass die Söhre-Schule ihren anerkannten Stand behält.“ Er wolle die Schulentwicklung voranbringen und das Ganztagsprofil der Schule schärfen. Sein Ziel sei es, den Diskussionsprozess hierüber 2013 abzuschließen und das Konzept von der Schulgemeinde verabschieden zu lassen, so der Schulleiter.

„Ich werde auch selbst unterrichten“, kündigte der Pädagoge an, der für das gymnasiale Lehramt in Kassel Deutsch, Politik und Geschichte studiert hat.

Welche Ziele stehen mittel- und langfristig im Blickpunkt? Die Schüler sollen an der Söhre-Schule nicht nur Inhalte vermittelt bekommen, sondern das Wissen auch auf ihrem weiteren Werdegang und im Leben anwenden können, sagt Arno Scheinost. Außerdem halte er es für wichtig, dass die Schule den engen Kontakt mit den örtlichen Akteuren aufrechterhält.

Über die Jugend von heute sagt der Pädagoge, dass sie keineswegs schlechter sei als früher, aber durch die neuen Medien und den gesteigerten Wettbewerb vor andere Probleme gestellt werde. Hierauf müssen Bildung und Schule im Sinne der Persönlichkeitsbildung flexibel reagieren. (ppw) Foto: ppw

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