Offen auch für Neubürger: Zusätzliches Wohngebiet am Ortsrand von Nieste ab 2012 geplant

Zusätzliches Wohngebiet am Ortsrand von Nieste: 55 Bauplätze sollen entstehen

Nieste. Die Gemeinde Nieste, kleinste selbstständige Kommune in Hessen, ist weiter auf Wachstumskurs. Nachdem im Neubaugebiet Krughof 66 Bauplätze in den vergangenen Jahren entstanden sind, möchte die Gemeinde 55 weitere Bauplätze ausweisen. Entstehen soll das Neubaugebiet „Valdensbreite“ östlich des Wohngebiets „Über dem Krughofe“.

Direkt an der Kreisstraße nach Oberkaufungen am Ortsrand soll Platz für Wohnhäuser geschaffen werden.

Bedingung für Neubaugebiet

Die Erschließung des Neubaugebiets Valdensbreite ist allerdings an eine Bedingung geknüpft: „Bevor der Bau beginnen kann, muss es weniger als zehn freie Grundstücke im Neubaugebiet Über dem Krughofe geben“, erklärt Verwaltungssprecher Helmut Lippert. Dieses Ziel soll spätestens ab Oktober erreicht sein, berichtet Bürgermeister Edgar Paul (SPD). Derzeit stehen noch 13 Bauplätze zur Verfügung. „In der zweiten Jahreshälfte des nächsten Jahres könnte der Bau beginnen“, so Paul weiter.

Die Grundstücke sollen 450 bis 700 Quadratmeter groß sein. 75 Euro hatte die Gemeinde für den Quadratmeter voll erschlossenen Baulands im Baugebiet Über dem Krughofe verlangt. „Wir hoffen, dass der Preis für die Valdensbreite nicht wesentlich höher sein wird“, sagt Verwaltungssprecher Lippert.

Die Nachfrage nach Bauplätzen sei ungebrochen. Ein Grund dafür sei die günstige Lage der Gemeinde: „Wir liegen in der Nähe von Kassel, aber dennoch mitten in der Natur“, betont Lippert. Nieste habe noch weitere Vorteile: Die Gemeinde sei ein Erholungsort, habe eine gute Infrastruktur und die Nähe zum Naturpark würde viele Freizeit- und Erholungsangebote bieten. „Außerdem hat Nieste die geringste Kriminalitätsrate in Nordhessen“, sagt der Verwaltungssprecher. Kinder würden in der Gemeinde also gut behütet aufwachsen. Die soziale Infrastruktur sei auf die wachsenden Bevölkerungszahlen vorbereitet: Die Grundschule wurde 2010 erweitert und auch der Kindergarten habe noch Kapazitäten, sagt Lippert. „Wir freuen uns auf junge Familien, die nach Nieste ziehen.“

Attraktivität der Gemeinde

Der Gemeinde ist es wichtig, die Attraktivität des Ortes zu steigern. Neu geschaffene Parkplätze, ein Park, eine neue Dorfmitte und verbesserte Busverbindungen sind nur ein Teil davon. „Wir sind sehr zufrieden mit der örtlichen Entwicklung“, sagt Lippert.

Auch eine Studie der Universität Braunschweig bestätigt, dass der Ort gut versorgt ist: „Der Studie nach hat Nieste eine 98-prozentige Abdeckung der Grundversorgung“, erklärt Lippert. Dazu zähle, dass es unter anderem einen Arzt, eine Drogerie, Bäcker und eine Schule in der Gemeinde gebe.

Nicht nur die Wohngebiete wachsen, auch das Mischgebiet (Gewerbe und Wohnen) „Über der Herrenwiese“ nimmt Form an. Eine Gewürzfabrik, eine Autowaschstraße sowie ein Holzhandel siedeln sich dort an. Der Kfz-Handel Haase, MH Automobile, eröffnet bereits in den nächsten Tagen, die Reitanlage sei bereits in Betrieb, berichtet Lippert. „Von 20.000 Quadratmetern sind nur noch 2500 Quadratmeter frei.“ Und dafür gebe es schon mehrere Interessenten.

Von Jessica Bassing

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