Motorradfahrer schwebt weiter in Lebensgefahr – Elgershäuser Wehrleute halfen sofort

Zustand weiter kritisch

Unfallstelle: Deutlich ist die Einschlagstelle in der Beifahrertür des Kleintransporters (rechts) zu sehen. Trümmerteile des Motorrades lagen auf der Straße verstreut. Foto:  Norbert Müller

Schauenburg / Zierenberg. Der Zustand eines am Montagabend bei Burghasungen verunglückten Motorradfahrers aus Kassel ist nach wie vor kritisch. Laut Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch liegt der Mann im künstlichen Koma, es besteht weiter Lebensgefahr. Wehrleute aus Schauenburg, die zufällig in der Nähe des Unfallorts waren, eilten sofort zu den Verunglückten, um zu helfen.

Der 42-jährige Kasseler war mit seiner Maschine gegen 20.20 Uhr auf der Bundesstraße 251 von Ehlen in Richtung Burghasungen unterwegs. Ein ihm entgegenkommender 30-Jähriger aus Scherfede bog mit seinem Kleintransporter nach links auf den Zubringer zur A 44 ab und übersah den Motorradfahrer.

Der Kasseler prallte mit seiner schweren Maschine in die Beifahrerseite des Kleintransporters und zog sich dabei schwerste Kopfverletzungen zu, wie ein Polizeibeamter erklärte.

Zu den ersten Helfern an der Unfallstelle gehörten Feuerwehrmänner aus Schauenburg. Michael Keim, stellvertretender Gemeindebrandinspektor, war mit fünf Brandschützern aus dem Ortsteil Elgershausen gerade auf der A 44 unterwegs. Kurz zuvor hatte die Truppe in Elgershausen noch Menschenrettung geübt und war nun dabei, mit dem Löschfahrzeug eine sogenannte Bewegungsfahrt auf der Autobahn zu unternehmen.

In Breuna wollte man abfahren und wieder zum heimischen Stützpunkt zurückkehren. Gut einen Kilometer vor der Abfahrt bei Burghasungen hörten die Schauenburger über Funk von dem Verkehrsunfall, boten sofort der Leitstelle ihre Hilfe an, die auch gern angenommen wurde.

Keine zwei Minuten später, so Keim, sei man am Unfallort gewesen. Routiniert ging man in den Einsatz. „Ich habe eine gut ausgebildete Mannschaft“, sagte Michael Keim. Einer der Schauenburger ist Feuerwehrsanitäter, er unterstützte die Rettungskräfte, während sich die übrigen Feuerwehrleute um das Sichern der Unfallstelle und das Aufnehmen von auslaufenden Betriebsstoffen kümmerten.

Während der lebensgefährlich verletzte Motorradfahrer ins Kasseler Klinikum transportiert wurde, brachte man den unter Schock stehenden Fahrer des Kleintransporters vorsorglich ins Wolfhager Krankenhaus. Ein Gutachter nahm die Unfallstelle unter die Lupe. Motorrad und Kleintransporter wurden sichergestellt, sie wird der Gutachter zur Ergründung des genauen Unfallhergangs untersuchen.

An beiden Fahrzeugen entstand laut Polizei Totalschaden in Höhe von rund 40 000 Euro.

Von Norbert Müller

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